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Aktuelles Hohe Dispozinsen - Bankkunden sollten vergleichen
Mehr Finanzen Aktuelles Hohe Dispozinsen - Bankkunden sollten vergleichen
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17:26 19.07.2012
Bloß nicht ins Minus rutschen: Wer sein Girokonto überzieht, muss der Studie zufolge viel zu hohe Dispozinsen zahlen.
Bloß nicht ins Minus rutschen: Wer sein Girokonto überzieht, muss der Studie zufolge viel zu hohe Dispozinsen zahlen. Quelle: Angelika Warmuth
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Frankfurt/Main

Die Dispozinsen von Girokonten sind laut einer Studie im Auftrag des Bundesverbraucherministeriums oft immer noch zu hoch. Nach jüngsten Angaben der Stiftung Warentest werden derzeit im Schnitt zwischen zehn und elf Prozent Zinsen für das Überziehen des Girokontos berechnet, teils lagen Sätze bei mehr als 14 Prozent. Festzustellen sei, dass "die Erträge aus dem Dispokreditgeschäft die Kosten, die dem Kreditinstitut für dieses einzelne Produkt entstehen, deutlich übersteigen", heißt es in dem Gutachten, wie das Ministerium am Donnerstag (19. Juli) mitteilte. Damit wurden Informationen der "Süddeutschen Zeitung" bestätigt.

Die hohen Dispozinsen müssen Bankkunden in der Regel akzeptieren: "Verhandeln kann man über den Zinssatz als normaler Kunde eigentlich nicht", erklärt Max Herbst von der FMH Finanzberatung in Frankfurt. Lediglich äußerst guten Kunden räumten Banken mitunter einen Nachlass ein.

Normale Verbraucher sollten daher vergleichen. Denn laut FMH verlangen viele Banken weniger als zehn Prozent Zinsen für einen Überziehungskredit. Solch günstige Angebote reduzieren die Kosten. Beispiel: Bei einer teuren Bank müssen Kunden 12,5 Prozent für ihren Überziehungskredit zahlen. "Ist ein Kunde mit 500 Euro im Dispo, muss er dafür im Monat 5,21 Euro Zinsen zahlen", rechnet Herbst vor. Eine günstige Bank verlangt hingegen nur 5,25 Prozent Zinsen. "Der Kunde muss in diesem Fall nur 2,19 Euro Zinsen im Monat zahlen."

Generell sollten Kunden den Dispokredit aber immer nur vorübergehen nutzen. "Wer ständig im Minus lebt, hat etwas falsch gemacht", sagt Herbst. Wem die hohen Dispozinsen seiner Bank dennoch ein Dorn im Auge sind, könne zu einem anderen Institut wechseln. "Dabei sollte man allerdings immer das Gesamtangebot im Auge behalten", erklärt Herbst. Denn niedrige Kontoführungsgebühren, kostenlose Kreditkarten oder viele Geldautomaten seien ebenfalls wichtige Kriterien.

dpa