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Bye-bye Bargeld?

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10:21 11.05.2020
Quelle: iStockpoto.com/pixelfit

Deutschland ist Cashland. Kaum eine andere Nation hängt an ihrem Bargeld so sehr wie die Deutschen. Nicht zuletzt deshalb lag die Anzahl der Bankautomaten in der Bundesrepublik 2018 laut Europäischer Zentralbank noch immer bei stolzen 85 885 Stück. Zum Vergleich: Unsere Nachbarn aus Finnland kamen im gleichen Jahr lediglich auf 1606 Geräte. Doch die Liebe zu Geldscheinen und Euro-Münzen hat Risse bekommen. In Zeiten des Coronavirus herrscht unter den Deutschen große Unsicherheit, was den Umgang mit Bargeld angeht. Hinzu kommt, dass immer mehr Geschäfte ihre Kunden zu einer bargeldlosen Zahlung auffordern oder das Zahlen mit Scheinen und Münzen sogar ablehnen. Doch ist es wirklich nötig, zu Girocard, Smartphone und Co. zu greifen?

Deutsche nutzen kontaktloses Bezahlen häufiger

Fakt ist: Obwohl deutsche Konsumenten ihr Bargeld lieben, wurden laut dem Bundesverband deutscher Banken bereits vor Auftreten von Covid-19 etwa 50 Prozent der Zahlungen im stationären Handel bargeldlos getätigt (gemessen am Umsatz). Ein Großteil wurde per Kartenzahlung und zu geringeren Anteilen per Smartphone abgewickelt. Das kontaktlose Bezahlen wurde Ende 2019 bei etwa 35 Prozent aller Girocard-Transaktionen genutzt – derzeit hat sich die Zahl nach Angaben der Deutschen Kreditwirtschaft schätzungsweise auf rund 50 Prozent erhöht. Diesen Trend bestätigt auch ALDI Süd: In den Supermärkten der Handelskette sei die Zahl der kontaktlosen Bezahlvorgänge seit Beginn der Corona-Pandemie um rund ein Drittel angestiegen.

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Bei Beträgen bis 25 Euro bei EC- beziehungsweise 50 Euro bei Kreditkarten nutzen deutsche Verbraucher also derzeit verstärkt die Möglichkeit des kontaktlosen Bezahlens mittels integriertem NFC-Chip. Die Geldkarte muss damit lediglich in einem Abstand von ein bis zwei Zentimetern über das Lesegerät gehalten werden, um die Rechnung zu begleichen. Mit Smartphones oder Smartwatches kann das Verfahren dank einer digitalen Debit- oder Kreditkarte genutzt werden. Das kontaktreichere Prozedere, die Giro- oder Kreditkarte in das Akzeptanzterminal zu stecken und die Zahlung per PIN-Eingabe bestätigen zu müssen, entfällt. Das zeitsparende kontaktlose Verfahren ist für viele vor allem deshalb eine dankbare Alternative, weil noch nicht abschließend geklärt ist, wie lange die Coronaviren auf Oberflächen überleben. Das bestätigt auch eine repräsentative Onlineumfrage von infas quo im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssystem e. V.: Demnach zahlen 56 Prozent der Befragten aus hygienischen Gründen ohne Bargeld, 67 Prozent gaben an, mit bargeldlosen Bezahlvorgängen vor allem Kassierer schützen zu wollen. Nicht zuletzt aus diesen Gründen wollen 55 Prozent der Befragten künftig sogar noch häufiger berührungslos zahlen.

Kontaktlose Zahlung bietet viele Optionen

Zudem hält das kontaktlose Zahlen vor allem für Smartphone-Nutzer viele attraktive Funktionen bereit: Neben der Nutzung von Apple Pay ist bei der Hannoverschen Volksbank beispielsweise auch die Zahlung per Kwitt möglich. Bei dieser Funktion wird das Geld nicht nur wie eine Nachricht in Echtzeit verschickt, sondern kann zusätzlich mit einem Fotogruß aus der Bildergalerie versehen werden. Wem das zu ausgefallen ist, kann seine Rechnungsbeträge natürlich auch kontaktlos mittels Smartphone und VR-Banking-App überweisen. Und falls doch einmal Bargeld benötigt werden sollte, lässt sich auch die Abhebung am Bankautomaten ohne Berührung des Touchscreens und Einsatz der Debit- oder Kreditkarte durchführen – mobiles Auszahlen per Smartphone macht dies möglich. Genauere Infos zu den kontaktlosen Zahlvarianten gibt es hier.

Kommt bald die Trendwende?

Doch wie geht es mit dem Bargeld weiter? Die Payments-Experten bei Oliver Wyman bestätigen den Trend, dass Covid-19 die deutsche Zurückhaltung gegenüber kontaktlosen Zahlmethoden deutlich geschwächt hat, ebenfalls. Experten der Bundesbank gehen sogar davon aus, dass der Anteil von Barzahlungen in der Bundesrepublik in den kommenden fünf Jahren auf 32 Prozent oder gar auf bis zu 20 Prozent abfallen könnte, falls die Deutschen auch nach der Corona-Pandemie an ihrem neu erlernten Bezahlverhalten festhalten.

Dass Bargeld in Deutschland trotz des aktuellen Trends zum kontaktlosen Zahlen bald komplett ausgedient hat, ist laut allgemeiner Experteneinschätzung aber dennoch nicht zu erwarten. Denn ebenso wie auf Bares legen die Bundesbürger noch auf etwas anderes viel Wert: Privatsphäre. Anders als bei der Verwendung von Bargeld wird bei der Kartenzahlung jede Transaktion gespeichert. Da zu erwarten ist, dass einige Deutsche diese Daten auch künftig nicht preisgeben möchten, werden Münzen und Scheine weder nach der Corona-Krise noch in den kommenden fünf Jahren aus unseren Geldbörsen verschwunden sein. Die Devise lautet also: Ein guter Zahlungsmix aus allem spart Zeit und gibt ein gutes Gefühl.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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