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Grüner Daumen Hilfe gegen Sauerklee
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13:19 18.04.2015
Katja Bräutigam arbeitet seit 2007 als Gartencenterleiterin auf dem Rosengut Langenwirsch in Brandenburg. Rosen sind - zusammen mit einer Kräuterspirale - auch das Herzstück ihres eigenen Gartens.
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Kläre Dienst: Ich habe ein Problem mit Sauerklee. Seit Jahren versuche ich verschiedene Spritzmittel, aber er breitet sich weiter aus. Es handelt sich um meinen Vorgarten, der eine Südwestlage hat. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir weiterhelfen.

Sauerklee ist in der Tat hartnäckig, da er sowohl ein Samen- als auch ein Wurzel- unkraut ist. Daher ist auch das gründliche Jäten oder Auskratzen der Pflanzen nur eine kurzfristige Lösung. Um die weitere Verbreitung der Pflanzen über Samen zu verhindern, ist eine regelmäßige Bekämpfung notwendig. Überprüfen Sie auch den pH-Wert ihres Gartenbodens. Dafür gibt es einfache Tests im Gartenfachmarkt. Liegt der pH-Wert unter 6,5, begünstigt das den Klee, der sich gern auf sauren Böden ansiedelt. Durch die Anwendung von Gartenkalk können Sie den pH-Wert bei Bedarf erhöhen und so dem Sauerklee das Leben schwerer machen.

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Josefine Schulze: In meinem Rasen sind golfballgroße Löcher. Blumenzwiebeln sind aber nicht angefressen. Habe ich trotzdem Wühlmäuse?

Manchmal verursachen auch Igel auf der Suche nach Engerlingen tiefe Löcher im Rasen. Führen die Löcher aber zu unterirdischen Gängen, wird es sich wahrscheinlich um Feld- oder Wühlmäuse handeln. Im Fachhandel erhalten Sie Vergrämungsmittel gegen diese Tiere, die einen unangenehmen Geruch in den Gängen verbreiten. Oder Sie probieren es mit alten Hausmitteln wie Pferde- oder Katzenhaaren, die in die Löcher gestopft werden.

Renate Langhammer: Das schlimmste Unkraut in meinem Garten ist mittlerweile Gras. Es wächst überall, wo es nicht hingehört. Was kann ich tun?

Gras kann man durch Jäten oder mit einem Fugenkratzer entfernen oder mit einem chemischen Mittel bekämpfen. Dafür eignen sich zum Beispiel Mittel auf der Basis von Pelargonsäure, einer auch in der Natur vorkommenden Fettsäure. Um die Verbreitung der Gräser durch Aussamen zu vermeiden, ist eine frühzeitige und regelmäßige Bekämpfung erforderlich.

Claudia Ernst: Blumenläden bieten jetzt schon Geranien an. Gepflanzt werden sollten die doch aber erst nach den Eisheiligen – oder etwa nicht?

Es birgt ein gewisses Risiko, vor den Eisheiligen zu pflanzen, denn Geranien und viele andere Sommerpflanzen vertragen keinen Frost. Aber niemand kennt den Wettergott persönlich, und in den letzten Jahren gab es zumindest in Norddeutschland ab Anfang April kaum noch Nachtfröste. Ist generell eher mildes Wetter vorausgesagt, kann man es also ab Mitte April wagen. Sollten Temperaturen um null Grad oder kälter angesagt sein, muss man die Pflanzen allerdings mit einer Abdeckung schützen.

Jürgen Durchstecher: Meine Buchsbäume werden trocken und grau. Was sollte ich tun?

Möglicherweise sind ihre Buchsbäume vom Buchsbaum-Triebsterben betroffen, das durch den Pilz Cylindrocladium buxicola verursacht wird. Sie sollten das auf jeden Fall vom Pflanzenschutzamt oder einem Gartenfachbetrieb abklären lassen. Die Krankheit breitet sich sehr schnell aus und in der Regel ist ein Entfernen der betroffenen Pflanzen das Sinnvollste. Sie haben auch Fragen an unsere Experten? Bitte schreiben Sie uns per E-Mail an garten@haz.de.

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