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11:34 18.07.2018
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Das Kombiprodukt von Anti Brumm "Forte" schreckte sowohl Zecken als auch Mücken gut ab.
Das Kombiprodukt von Anti Brumm "Forte" schreckte sowohl Zecken als auch Mücken gut ab.  Quelle: Patrick Pleul/dpa
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Berlin

Mückenstiche und Zeckenbisse sind unangenehm und können - je nach Region - sogar sehr gefährlich werden. Wer in der Natur unterwegs ist, sollte sich deshalb schützen, zum Beispiel mit einem Spray. Aber halten diese Produkte die kleinen Blutsauger wirklich ab?

Meist schon, erklärt die Stiftung Warentest in ihrem aktuellen Heft "test" (Ausgabe 05/2017). Von vier Anti-Zecken-Mitteln und zehn Produkten, die vor Zecken und Mücken schützen sollen, schnitten zehn mindestens mit "gut" ab.

Sowohl Zecken als auch Mücken schreckte am besten das Kombiprodukt "Forte" von Anti Brumm ab. Die Tester hatten die Haut von sechs Probanden mit dem Mittel eingerieben und insgesamt 216 Zecken darauf gesetzt. Eine einzige betrat die behandelte Haut, ließ sich dann aber fallen. Ähnlich gut schnitten "Protection Plus" von Autan und "Zeckito" von Rossmann ab.

Hinsichtlich ihrer Nebenwirkungen konnte kein Produkt die Tester überzeugen. Alle können die Augen reizen und allergische Reaktionen provozieren, berichten sie. Daher rät die Stiftung Warentest, die Mittel nicht um Mund und Augen herum aufzutragen. Bei Kindern sollten Gesicht und Hände gar nicht eingerieben werden.

Wie man Zecken richtig entsorgt

Wer bei seinem Vierbeiner Zecken findet und sie entfernt, muss die Parasiten richtig entsorgen. Bei einigen Methoden überleben die Plagegeister und können sich weitervermehren. Unsicher ist es zum Beispiel, die entfernte Zecke in die Toilette zu werfen und herunter zu spülen. "Das überleben sie in der Regel", warnt die Tierärztin Tina Hölscher von der Organisation Aktion Tier. Um die Tiere sicher zu vernichten, kann man sie mit einem Insektizid besprühen. Ansonsten wirken nur verhältnismäßig brachiale Methoden: "Die Zecke mit dem Feuerzeug anzünden oder mit einem scharfen Messer den Kopf vom Körper abtrennen", rät Hölscher. Riskant kann es dagegen sein, den Parasit zu zerquetschen - denn wenn das Tier kurz davor ist, Eier zu legen, verteilen sich diese mit dem Aufplatzen überall.

dpa

Deutsche Presse-Agentur dpa 27.04.2017
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