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Aktuelles Schlaganfall wird zu weiblicher Erkrankung
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11:12 07.03.2013
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Prominentes Opfer eines Schlaganfalls ist TV-Komikerin Gaby Köster. Foto: Peter Steffen/Archiv
Prominentes Opfer eines Schlaganfalls ist TV-Komikerin Gaby Köster. Foto: Peter Steffen/Archiv
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Gütersloh

Frauen sind häufiger von einem Schlaganfall betroffen als Männer. In Deutschland bekommen jährlich knapp 270 000 Menschen einen Schlaganfall, 55 Prozent davon sind Frauen. Darauf weist die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in Gütersloh hin. Auch die Risiken sind zwischen den Geschlechtern ungleich verteilt: Laut einer amerikanischen Studie erhöhen Frauen mit Rauchen ihr Schlaganfall-Risiko um das 3-fache. Bei Männern, die häufig zur Zigarette greifen, ist es nur um das 1,7-fache erhöht.

Vorsichtig müssen vor allem Frauen sein, die rauchen und die Pille einnehmen. Denn weibliche Hormone können die Bildung von Thrombosen zusätzlich begünstigen. Die Verhütung mit der Pille allein ist laut der Stiftung aber kein Risikofaktor.

Typische Anzeichen eines Schlaganfalls sind plötzlich eintretende Sehstörungen, Sprach- oder Verständnisstörungen, Lähmungen auf einer Körperseite und Taubheitsgefühle sowie äußerst heftiger, plötzlich auftretender Kopfschmerz.

Aufgrund der demografischen Entwicklung schätzen Experten, dass 2050 rund 30 Prozent mehr Frauen als Männer vom Schlaganfall betroffen sein werden. Frauen werden nach einen Schlaganfall auch häufiger zum Pflegefall als Männer. Ein Grund dafür kann das höhere Alter sein: Im Durchschnitt sind Frauen in Deutschland bei einem Schlaganfall 75 Jahre alt, Männer etwa 68 Jahre.

dpa

Deutsche Presse-Agentur dpa 06.03.2013
Deutsche Presse-Agentur dpa 06.03.2013
Deutsche Presse-Agentur dpa 06.03.2013