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Ein wichtiges Ritual

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Damit das Putzen Spaß macht: Eltern dürfen Kinder beim Aussuchen der Zahnbürste ruhig ein­beziehen. Quelle: Andreas Gebert/dpa/dpa-mag
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Kindern dürften wohl unzählige Dinge einfallen, die sie lieber tun, als die Zähne zu putzen. Damit sie das Bürsten nicht vernach­lässigen, müssen die Eltern Kinder dabei begleiten. „Das ist ein Erziehungsprozess  wie alles andere auch“, erklärt Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. „Man muss mit einer gewissen Kontinuität rangehen und Zwang vermeiden.“
Sein Rat ist, das Zähneputzen als Ritual im Tagesablauf zu verankern. „Wenn man es vom ersten Milchzahn bis zum Schulanfang durchzieht, geht es in Fleisch und Blut über.“ Mit zunehmendem Lebensalter sei es oft nicht mehr eine Frage der Technik, sondern  ob das Ritual gut gepflegt wurde.

Eltern sollten an ­Vorbildfunktion denken
Vater und Mutter sollten sich außerdem ihrer Vorbildfunktion bewusst sein und dem Kind eine ordentliche Zahnhygiene vorleben. Es kann helfen, gemeinsam die Zähne zu putzen, damit das Kind sieht, wie es die Großen machen.
Sobald der erste Milchzahn durchbricht, sollten Eltern das Zähneputzen beginnen. Weil die Kinder es gerade in den ersten Jahren nicht immer so genau nehmen, sollte man das Ergebnis ruhig prüfen. Bis die Kinder in der ersten oder zweiten Klasse sind, sollte man Oesterreich zufolge „auf jeden Fall nachputzen“. Wichtig sei allerdings, dass die Kleinen immer vorher selbst putzen.

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Frühzeitig mit dem Kind  zum ­Zahnarzt gehen
Hilfreich ist auch, das Kind frühzeitig zum Zahnarzt mitzunehmen. „Auch um die Kontrollen zur Normalität werden zu lassen“, wie der Experte sagt. Im frühkindlichen Bereich gehe es um ein spielerisches Kennenlernen. Später aber wird bei den Kontrollen auch die Technik des Putzens thematisiert. Oesterreich: „So lernen die Kinder auch, wie es richtig geht.“ Denn laut einer Studie der Krankenkasse Barmer hat ein Drittel der Zwölfjährigen in Deutschland Karies in den bleibenden Zähnen. 

dpa/tmn