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Gesundheit Studie: Rückstände von Plastik im Urin von Kindern gefunden
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Studie: Rückstände von Plastik im Urin von Kindern gefunden

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17:00 14.09.2019
Die mögliche Quelle für Weichmacher in Urin von Kindern: Outdoorbekleidung. Quelle: @markusspiske/Unsplash
Hannover

Viele Kinder und Jugendliche tragen laut einer unveröffentlichten Studie des Umweltbundesamtes und des Robert-Koch-Instituts (RKI) Inhaltsstoffe von Plastik in sich. Wie der „Spiegel" berichtet, wurden Urinproben von 2.500 Studienteilnehmern zwischen drei und 17 Jahren ausgewertet. In 97 bis 100 Prozent der Proben seien Rückstände von Plastikinhaltsstoffen gefunden worden, insbesondere von Weichmachern.

Plastik: Mit steigender Produktion auch vermehrt in unseren Körpern

Die Studie, bei der dem Bericht zufolge 15 verschiedene Stoffe mit unterschiedlichen gesundheitskritischen Grenzwerten untersucht wurden, werde in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage zur Belastung der Bevölkerung mit Chemierückständen zitiert. „Unsere Studie zeigt eindeutig, dass Plastikinhaltsstoffe mit steigender Produktion auch vermehrt im Körper auftreten“, erklärte Marike Kolossa-Gehring, eine der Autorinnen der Studie und Toxikologin beim Umweltbundesamt, dem „Spiegel“. „Dabei ist wirklich besorgniserregend, dass die jüngsten Kinder als die sensibelste Gruppe am stärksten betroffen sind.“

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Langfristige Schäden können nicht ausgeschlossen werden

Auch die Grünen-Umweltpolitikerin Bettina Hoffmann hatte sich alarmiert gezeigt. Ihrer Meinung nach könne es nicht sein, dass jedes vierte Kind zwischen drei und fünf Jahren so stark mit Chemie belastet ist, dass langfristige Schäden nicht ausgeschlossen werden können. Hierbei seien besonders die hohen Werte an Perfluoroctansäure (PFOA) bedenklich. Der Stoff ist zum Beispiel in Outdoorkleidung und Pfannenbeschichtungen enthalten und gilt laut Umweltbundesamt als krebserregend und fruchtbarkeitsschädigend. Ab 2020 ist PFOA EU-weit in Textilien verboten.

Hoffmann spricht sich im „Spiegel“ dafür aus, dass Stoffe, die als gefährlich eingestuft werden, nicht durch ähnliche Chemikalien mit ebenfalls bedenklichen Eigenschaften ersetzt werden. Zudem müsse erforscht werden, über welche Eintrittswege Chemikalien in den menschlichen Körper gelangen.

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Von Jessica Orlowicz/RND

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