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Digitale Kompetenzen – unabhängig vom Studienfach

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23:30 03.09.2019
Quelle: iStockphoto.com/SasinParaksa

Die Digitalisierung bringt tief greifende Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt mit sich. Das spiegelt sich auch in der Ausbildung wider – nicht zuletzt an den Unis und den Hochschulen. Dabei geht es nicht nur darum, die Zahl der Informatik-Studienplätze zu erhöhen, sondern um digitale Kompetenzen – unabhängig vom Studienfach.
Elfriede Billmann-Mahecha, Vizepräsidentin für Lehre und Studium an der Leibniz Universität Hannover, spricht von unterschiedlichen Bereichen, die von der Digitalisierung beeinflusst werden. „Zum einen sind es die Lerninhalte“, sagt sie. „Stichwort Industrie 4.0 – die Studierenden müssen entsprechend auf die Berufswelt vorbereitet werden.“ Als Beispiel nennt Billmann-Mahecha das Studium Geodäsie und Geoinformatik. „Wo früher die Landvermesser aufs Feld gegangen sind, wird heute am Computer mit Satellitendaten gearbeitet“, erklärt die Wissenschaftlerin.
„Zum anderen spielt die Digitalisierung in den Lehr- und Lernmethoden eine immer größere Rolle.“ Das Spektrum reiche dabei von Lernplattformen und Chats über interaktive Elemente bis hin zu Feedbacksystemen auf dem Smartphone. Das frontale Referieren ohne digitale Elemente werde seltener. Billmann-Mahecha: „Nicht zuletzt muss in allen Studiengängen die Datensensibiliät thematisiert werden.“ Dabei gehe es auch darum, den Datenschutz zu reflektieren und Verantwortung zu übernehmen.
Auch in der Hochschule Hannover zieht sich das Thema Digitalisierung durch das gesamte Studienangebot. „Mit unseren innovativen Lehr- und Lernformen zeigt sich der Wandel von der Frontalvorlesung zu    E-Learning“, sagt Marina Schlünz, nebenberufliche Vizepräsidentin für Lehre, Studium, Qualität und Bibliothek. Dabei würden auch spielerische Elemente eine immer größere Rolle erhalten.
„Präsenzlehrveranstaltungen werden zwar nicht vollständig abgelöst“, meint Vizepräsidentin Schlünz. Doch die digitale Verfügbarkeit der Lehr- und Lernmaterialien ermögliche ein neues Studierverhalten. „So werden unsere Studierenden von Anfang an dazu ermuntert, ihren Lernprozess mit einer großen Eigenverantwortung selbst zu gestalten.“
Die Zahlen sprechen für sich: Nach Angaben der Hochschule Hannover haben im Sommersemester 2019 mehr als 72 Prozent der Studierenden das digitale Angebot intensiv genutzt, rund 1000 Kursangebote in allen Fakultäten. Zudem seien über das Campus-Management-System Informationen zu Veranstaltungen, Räumen und Personen jederzeit online zugänglich. 

KAS

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