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Umschulung – eine Chance zum Neustart

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10:12 04.09.2019
Kein Grund zum Verzweifeln: Eine Umschulung bringt oft neue, spannende Herausforderungen. Quelle: Stockphoto.com/aydinmutlu

Vom Maurer zum Bürokaufmann, vom Lagerarbeiter zum Altenpfleger: Wer beruflich noch einmal ganz neu anfangen will oder muss, kann eine Umschulung machen. Doch was ist das eigentlich?
„Im eigentlichen Sinn handelt es sich dabei um eine längere, gegebenenfalls geförderte Weiterbildung“, sagt Thomas Kruppe vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg. Und zwar mit dem Ziel, einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf zu vermitteln.
Die Maßnahme sei grundsätzlich für Personen gedacht, die bereits einen Abschluss haben und sich umorientieren möchten oder müssen. Wann eine Umschulung möglich oder nötig ist, ist unterschiedlich. „Natürlich kann es sein, dass Sie durch eine Kündigung dazu gezwungen sind, sich umschulen zu lassen“, sagt Lucy Merzenich-Lang, Karriereberaterin aus Aachen. Unabhängig davon sei eine Umschulung immer sinnvoll, wenn ein neues Berufsziel angestrebt wird.
Soll die Umschulung von der Bundesagentur für Arbeit finanziert werden, ist nicht allein die eigene Begeisterung für einen neuen Job entscheidend. Es braucht bestimmte Voraussetzungen. „Darüber wird individuell und nach ausführlicher Beratung mit dem Kunden entschieden. Dabei spielen etwa Arbeitsmarktchancen in der Region eine Rolle“, erklärt Christian Weinert von der Bundesagentur für Arbeit. Auch ein fehlender oder nicht mehr verwertbarer Berufsabschluss kann eine Umschulung notwendig machen. Liegen die Voraussetzungen für eine Förderung vor, erhalten Kunden einen Bildungsgutschein. Der garantiert die Übernahme der Weiterbildungskosten und gegebenenfalls die Weiterzahlung des Arbeitslosengelds.
In Unternehmen sind neue Qualifizierungen durch Umschulungen durchaus beliebt. „Sogenannte Zick-Zack-Lebensläufe werden zur Normalität und zeigen, dass ein Bewerber sich gut auf neue Situationen und Arbeitsfelder einstellen kann. Quereinsteiger sind also gefragt“, sagt Lucy Merzenich-Lang.

DPA/TMN

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