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00:55 27.08.2011
Wem nach dem ersten Uni-Tag der Kopf schwirrt, sollte sich nicht verrückt machen. Viele neue Begriffe werden schon in ein paar Wochen selbstverständlich sein. Foto: Uwe Zucchi/dpa/tmn
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Aller Anfang ist schwer, sagt der Volksmund. Und so wird es auch manchem Studienanfänger von Zeit zu Zeit gehen. Irgendeiner will ein KVV kaufen gehen und ein anderer möglichst bald Hiwi werden. Und was bitte heißt das? Damit Erstsemester in dem Wirrwarr halbwegs den Überblick behalten, sollten sie die wichtigsten Begriffe von A bis Z des Uni-Betriebs kennen:

Akkreditierung: Ist ein Studiengang akkreditiert, dann hat er eine Art Gütesiegel. Ein Akkreditierungsrat hat geprüft, dass das Studienangebot bestimmten Mindestanforderungen entspricht und studierbar ist. In Zukunft sollen alle Bachelor- und Masterangebote das Gütesiegel haben, so die Strukturvorgaben der Kultusministerkonferenz. Die Meinung der Studenten ist übrigens auch gefragt. Wer mitmachen möchte, muss sich vom Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (AStA) in den Akkreditierungsrat entsenden lassen.

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Bafög: Studenten, die für ihren Lebensunterhalt nicht genug Geld von ihren Eltern bekommen, können Hilfe vom Staat in Anspruch nehmen. Diese Hilfe nennt man Bafög. Im Monat gibt es maximal 670 Euro, und am Ende des Studiums muss das Geld zum Teil zurückgezahlt werden. Übrigens: Viele Studenten denken, dass sie keinen Anspruch auf Bafög haben, weil ihre Eltern zu viel verdienen. Das Deutsche Studentenwerk weist aber darauf hin, dass junge Menschen die Grenze oft falsch einschätzen.

Credit Point (CP): Credit Points sind die Belohnung für die erfolgreiche Teilnahme an einem Modul. Sie bescheinigen, dass der Student die geforderte Leistung erbracht hat. Die Universität rechnet, dass ein Credit Point etwa einem Arbeitsaufwand von 25 bis 30 Stunden entspricht. Die Credit Points werden dann im Laufe des Studiums immer mehr. Und wenn etwa bei einem sechs Semester langen Bachelor 180 Punkte erreicht sind, gibt es den Abschluss.

Cum tempore (c. t.): Der Begriff cum tempore kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „mit Zeit“. Es wird auch oft vom akademischen Viertel gesprochen. Veranstaltungen die „c. t.“ anfangen, beginnen nicht zur vollen Stunde, sondern 15 Minuten später. Veranstaltungen „s. t.“ (sine tempore) beginnen zu genau der Uhrzeit, die angegeben ist.

Deutschland-Stipendium: Ganz neu ist das Deutschland-Stipendium. Es wurde im Sommersemester 2011 zum ersten Mal vergeben – auf Initiative der Bundesregierung. Die Idee ist, dass ausgewählte Studenten einen Festbetrag von 300 Euro im Monat als Stipendium bekommen. Anders als das Bafög muss das Geld nicht zurückgezahlt werden. Es ist auch unerheblich, wie viel die Eltern verdienen. Gefördert werden Studenten, die gute Noten sowie einen interessanten Lebenslauf haben und sich gesellschaftlich engagieren. Bewerbungen sind an der Hochschule einzureichen.

Erasmus: Erasmus ist das älteste Austauschprogramm der Europäischen Union. Wer etwa ein Semester in Frankreich, Polen oder Dänemark studieren möchte, der nimmt meist am Erasmus-Programm teil. Mit der Planung sollte gleich im ersten Semester begonnen werden, rät der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) in Bonn. Die Vorbereitung könne vom ersten Wunsch bis zur Umsetzung bis zu eineinhalb Jahre dauern.

Hiwi: Hiwi ist die Abkürzung für Hilfswissenschaftler. Wer eine Stelle als studentischer Hiwi hat, arbeitet parallel zum Studium am Lehrstuhl und ist dort ein bisschen Mädchen für alles. Der Vorteil des Jobs liegt auf der Hand: Anders als bei Kellnern oder Taxifahren bringt einen die Tätigkeit im Studium weiter. Das Deutsche Studentenwerk rät jedoch, im Bachelor pro Woche nicht mehr als einen Tag für den Nebenjob einzuplanen.

KVV: Während das allgemeine Vorlesungsverzeichnis ein paar Hundert Seiten enthält, bringt es das kommentierte Vorlesungsverzeichnis (KVV) nur auf einen Bruchteil davon. Der Unterschied: Ersteres gibt die Uni heraus, und es enthält alle Veranstaltungen des Semesters, Letzteres machen die Fakultäten – es enthält nur noch die Veranstaltungen, die es im betreffenden Fachbereich gibt. Dazu gibt es Hinweise zum Inhalt der Veranstaltung und zu den Anforderungen. Ein Muss für den Erstsemester.

ZSB: Die Zentrale Studienberatung gibt es an jeder Uni, und ihre Aufgabe ist es, Tipps beim Studieneinstieg, beim Studienverlauf und beim Studienabschluss zu geben.

dpa/tmn

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