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Test der Woche Test bestanden: Medizintechnik fürs iPhone
Mehr Verbraucher Test der Woche Test bestanden: Medizintechnik fürs iPhone
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17:12 17.10.2011
Bei den Testpersonen beliebt: Das Blutdruckmessgerät von Medisana, hier mit angedocktem iPhone. Quelle: HAZ

Das ist wie Medizin zum Spielen: Neue Geräte messen den Blutdruck oder den Blutzucker in Verbindung mit einem Smartphone. Sie sehen aus und funktionieren ähnlich wie herkömmliche Messgeräte. Der Blutdruck wird mit einer Manschette am Arm ermittelt, der Blutzucker durch einen Tropfen Blut auf einem Teststreifen. Das Neue: Die Geräte lassen sich mit mobilen Multimediageräten von Apple verbinden – mit dem iPhone, teilweise auch mit dem Tablet-Computer iPad oder Musikabspielgerät iPod touch.

Die Apple-Geräte dienen dem jeweiligen Messgerät als Kommando- und Datenzentrale. So können Nutzer ihre Messwerte speichern, die Daten als Diagramm darstellen oder sie per E-Mail an den Arzt versenden. Die Stiftung Warentest hat sich drei Neulinge näher angeschaut: zwei Blutdruckmessgeräte der Hersteller Medisana (149 Euro) und Wi things (128 Euro) sowie das Blutzuckermessgerät iBG Star (59 Euro) von Sanofi-Aventis.

Getestet wurde, ob die Geräte zuverlässige Werte liefern – beim Blutdruck an 20, beim Blutzucker sogar an 30 Menschen und im Vergleich zu besonders genauen Geräten: einem Arztgerät zum Blutdruckmessen sowie einem Blutzuckermessgerät mit vergleichbarer Messtechnik. Medizinische Fachkräfte führten bei den Testpersonen alle Messungen durch.

Der Vergleich zeigt: Die Blutdruckmessgeräte messen ähnlich, der iGB Star sogar genauso gut wie der Goldstandard der Stiftung Warentest. In der Gunst der Testpersonen schneidet das Medisana-Gerät etwas besser ab als das von Wi things, vor allem wegen der leichteren Manschette. Doch unabhängig von solchen Feinheiten: Zum Messen empfehlen sich alle drei Geräte.

Doch natürlich braucht sie nicht jeder. Regelmäßig den Blutdruck kontrollieren sollten vor allem Leute, bei denen der Arzt bereits erhöhte Werte festgestellt hat. Das Blutzuckerselbermessen wird neuerdings nur noch Diabetikern empfohlen, die Insulin spritzen. Daher erstatten die Krankenkassen anderen Zuckerkranken die Teststreifen in der Regel nicht mehr. Und noch etwas: Die Neulinge kosten meist mehr als ihre Konkurrenten ohne Kontakt zum iPhone. Das will auch erst einmal angeschafft sein – ebenso wie iPad oder iPod touch.

Die Extras sind also vor allem Menschen zu empfehlen, die ohnehin schon ein Apple-Gerät benutzen und mit erhöhten Blutdruckwerten kämpfen oder Insulin spritzen müssen. Einen Nachteil sehen Fachleute allerdings doch: Die Ärzte sind in aller Regel noch nicht darauf vorbereitet, nun E-Mails mit Messdaten zu bekommen.

Der komplette Test ist im Oktoberheft der Zeitschrift „Test“ nachzulesen.

td

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