Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Ein Hochhaus aus Holz für Wolfsburg
Nachrichten Der Norden

Architekten planen ein Hochhaus aus Holz für Wolfsburg

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
19:00 21.11.2019
Weitgehend recycelbar: Das geplante Woodscraper-Hochhaus für Wolfsburg. Quelle: Architektenbüro Partner und Partner
Anzeige
Wolfsburg

Zwölf Etagen, 90 Wohnungen – und ganz viel Fichte und Tanne: Das Berliner Architektenbüro Partner und Partner plant ein Holzhochhaus in Wolfsburg. Der sogenannten Woodscraper hat es jetzt sogar auf die Shortlist des vom Bundesumweltministerium ausgelobten Ecodesign-Preises geschafft.

Erstes Hochhaus seiner Art

Der Woodscraper ist nicht das erste Hochhaus aus Holz, es gibt bereits derartige Gebäude in Vancouver, Wien und Heilbronn, und auch in Hannover entsteht gerade eine Siedlung mit zumindest mehrstöckigen Massivholzkonstruktionen. Aber das Wolfsburger Projekt ist das erste Holzhochhaus seiner Art. Es soll „ressourcenpositiv“ sein, wie einer der beiden Architektenpartner, Jörg Finkbeiner, erläutert. Nach 50 Jahren Nutzungsdauer sollen mehr Rohstoffe recycelbar und nachgewachsen sein, als ursprünglich in dem Hochhaus verbaut wurden.

Anzeige

Geplant ist der Bau im Wolfsburger Stadtteil Hellwinkel. Das Treppenhaus des Hochhauses mitsamt den Rettungswegen wird aus Beton gegossen, das sei in Deutschland nach den Vorschriften nicht anders zu machen, sagt der Architekt. Für alles andere sollen die Baufirmen vorwiegend zwei Baustoffe verwenden: Holz und Stroh. Das nütze auch dem gesunden Wohnklima, „frei von Schadstoffen und Wohngiften“.

Sortenreines Bauen vermindert das Müllaufkommen

Während anderswo viele Verbundwerkstoffe verwendet werden, die hinterher nicht mehr zu trennen sind, hat das Partner-und-Partner-Büro eingeplant, dass das Haus irgendwann auch einmal demontiert und die Baustoffe anderweitig genutzt werden könnten – und dafür müssen sie sortenrein sein. Das minimiert das Müllaufkommen und optimiert die Nachnutzung.

„Es wird mehr verschraubt als geklebt oder gegossen“, sagt Finkbeiner. Und anstelle einer Wärmedämmung aus miteinander verbundenem Polystyrol und Mineralwolle und Putz, wie noch oft üblich, arbeite man mit einer vorgehängten und hinterlüfteten, recycelbaren Fassade. Gebaut wird zudem mit vorgefertigten Elementen, das verkürze die Bauzeit und spare Kosten.

Sollten sich Stadt, Investoren und Architekten einig werden, könnte der Woodscraper 2021 stehen. Und am 25. November entscheidet sich in Berlin, ob das Holzhochhaus den Ecodesign-Preis bekommt.

Von Bert Strebe

Die Anzeichen verdichten sich, dass die niedersächsische AfD-Landeschefin Dana Guth Nachfolgerin von Alexander Gauland auf dem Bundessprecherposten der Partei werden will. Guth selbst sagt nur, sie kandidiere für den Bundesvorstand. Als weiterer Kandidat wird auch der Niedersachse Armin-Paulus Hampel genannt.

21.11.2019

Hörgenuss statt Schlaftablette: Der Niedersachse Toby Baier bringt mit seinen Monologen Menschen zum Einschlafen. Das macht er so gut, dass er einer der erfolgreichsten Podcaster Deutschlands ist.

21.11.2019

Nach einem Unfall auf der Autobahn 352 bei Langenhagen und der Wedemark müssen Bauarbeiter Betonplatten austauschen. Deshalb wird die Strecke in zwei Nächten in Richtung Dortmund für den Verkehr gesperrt.

22.11.2019