Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden 36 Geldautomaten gesprengt: Kriminelle scheitern immer häufiger
Nachrichten Der Norden

Attacken in Niedersachsen: 36 Sprengungen von Geldautomaten - Kriminelle scheitern immer häufiger

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:55 09.10.2019
36 Mal haben Kriminelle in diesem Jahr in Niedersachsen Geldautomat gesprengt, wie diesen in einer Filiale der Deutschen Bank in Langenhagen. Quelle: Christan Elsner
Hannover

36 Mal haben Kriminelle in diesem Jahr in Niedersachsen bisher versucht, einen Geldautomaten zu sprengen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Landeskriminalamtes hervor. Allerdings greifen inzwischen immer öfter die Sicherungsvorkehrungen, die Banken in den vergangenen Jahren getroffen haben: Bei den 36 Taten hatten die Kriminellen nur in 14 Fällen Erfolg. Deutlich öfter mussten sie ohne Beute abziehen - nämlich insgesamt 22 Mal.

„Bei bundesweit über 50 000 Geldautomaten ist die Umrüstung von alten Geräten und die Verbesserung durch bauliche Maßnahmen oder technische Sicherungsmaßnahmen ein mehrjähriger, kostenintensiver Prozess“, erklärte LKA-Sprecherin Nevin Ayyildiz. Die leicht gestiegene Quote der Fälle, in denen der Sprengversuch scheiterte, deute allerdings darauf hin, dass die verbesserten Sicherheitsvorkehrungen langsam Wirkung zeigten.

2018 gab es deutlich mehr Sprengungen

2018 war die Zahl der Sprengungen in Niedersachsen deutlich in die Höhe geschnellt: 54 Fälle wurden registriert, 37 Mal blieben die Täter aber erfolglos. „Bundesweit bewegen wir uns derzeit auf dem Niveau vom letzten Jahr, es gibt im Schnitt eine Sprengung pro Tag“, hieß es vom LKA in Hannover. Im gesamten Jahr 2017 wurden hingegen in Niedersachsennur 23 Automaten attackiert.

„Wir gehen von 3 Tätertypen aus“, sagte die LKA-Sprecherin. Zum einen gebe es niederländische Täter mit überwiegend marokkanischen Wurzeln, die in wechselnder Zusammensetzung hochprofessionell agierten. Zum anderen geben es Banden „mit sonstigem Migrationshintergrund“, teils aus Osteuropa. Außerdem gebe es inzwischen auch örtliche Nachahmungstäter.

29-Jähriger soll 340.000 Euro erbeutet haben

Noch in diesem Monat kommt in Braunschweig ein 29-Jähriger vor Gericht, der im vergangenen Jahr in Wolfenbüttel daran beteiligt war, zwei Geldautomaten zu sprengen. Mit einer Bande aus den Niederlanden machte er dabei im April reiche Beute: Fast 340 000 Euro fielen ihnen in die Hände.

In diesem Jahr wurden unter anderem in Weyhe, Stuhr, Nienburg, Langenhagen und Braunschweig Automaten gesprengt. In Stuhr mussten drei Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus evakuiert werden, nachdem ein Geldautomat in einer Bank mit Gas beschädigt worden war.

Von RND/lni

Zuschüsse sollten Kindern aus Hartz-IV-Familien den Besuch von Sportverein oder Musikschule erleichtern. In Niedersachsen wird das Teilhabepaket aber kaum genutzt. Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert deshalb, es abzuschaffen. Die Region Hannover hingegen verweist auf steigenden Zuspruch – vor allem für Lernförderung.

08.10.2019

Niedersachsen hat die Entschädigung für von Wölfen getötete Tiere umstrukturiert. Demnach ist künftig die Landwirtschaftskammer dafür zuständig – das soll die Verfahren deutlich erleichtern.

08.10.2019

Der Listerien-Skandal der hessischen Wurstfirma Wilke zieht Kreise. Gut 1000 Firmen und Einrichtungen in Niedersachsen sind betroffen. Drei Menschen sind hier an dem Bakterien-Typ erkrankt, zwei davon starben.

08.10.2019