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Der Norden Ziemlich haarig
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Aus meinem Papierkorb: Ziemlich haarig

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18:50 22.11.2019
Michael B. Berger Quelle: HAZ
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Hannover

Es gibt Männer, die sind so zugewachsen, dass eine Burka auch nicht mehr viel ändern würde. Grässlich, wohin man auch schaut: Barthaare. In so einem Fall, gibt jetzt das Landessozialgericht zu bedenken, könnte sogar eine Laser-Epilation in Betracht kommen. Epilation? Kommt wohl aus dem Lateinischen und dürfte Enthaarung bedeuten. Bis unter die, huch, Haut. Aber, so urteilte unser wertes Sozialgericht diese Woche: „Laser-Epilation bei starker Beinbehaarung ist keine Kassenleistung.“ Das ist eine Meldung, die uns fröhlich durch diese trüben Novembertage schreiten lässt. Nicht für alles kommen unsere leidgeprüften Krankenkassen auf: „Nur eine Enthaarung von Gesicht und Händen könne im Einzelfall bezahlt werden.“ Für die Epilation eines Hitler-Bärtchens würden wir sogar eine Prämie ausloben, obwohl die extremistischen Dumpfbacken meistens eher sinnbefreit und totalenthaart auftreten. Aber wir schweifen (aus aktuellem Anlass) ab.

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Trost in unsicheren Zeiten verspricht eine Meldung der Landwirtschaftsministerin Barbara Otte Kinast (CDU): So rückt zwar die Afrikanische Schweinepest immer näher. Doch ruft die Ministerin: „Wir sind in höchster Alarmbereitschaft.“ Zwar ist Polen noch nicht verloren, doch rücken aus dem Nachbarland immer mehr infizierte Schweine an die brandenburgische Grenze heran. 20 Wildsäue seien befallen, eine Schutzzone bereits errichtet und umzäunt. Ach, herrje, manches Mal wünschte man sich die Mauer wieder.

Das war nun politisch völlig unkorrekt und wird durch die Meldung auch nicht besser, dass die glücklichsten Landtage in Bayern und Rheinland-Pfalz liegen sollten, die unglücklichsten jedoch in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Das behauptet zumindest eine Internetplattform, die die Porträtfotos sämtlicher Landtagsabgeordneten analysiert haben will, der ultimative Lächeltest sozusagen. Dass selbst Niedersachsen, das Land des hochschießenden Grünkohls und der querliegenden Bregenwürste, noch nicht zu einem Land des Lächelns verkommen ist, belegt die Analyse ebenfalls. Hier sollen zwar 92 Prozent aller MdL auf ihren Fotos lächeln, aber dies sei im bundesdeutschen Vergleich ein schlechter Wert. Vielleicht sollte man die Laser-Epilation doch zur Kassenleistung machen ...

Von Michael B. Berger

Weil sie Anschläge planten waren zwei Göttinger IS-Sympathisanten 2017 nach Algerien und Nigeria abgeschoben worden. Nun hat das Verwaltungsgericht Göttingen ihre Klagen gegen das Einreise- und Aufenthaltsverbot abgewiesen: Von ihnen gehe noch immer eine besondere Gefahr für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland aus.

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