Brandstiftung in Einbeck: Mutmaßlicher Serientäter festgenommen
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Der Norden Aufatmen in Einbeck: Polizei nimmt mutmaßlichen Serienbrandstifter fest
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Brandstiftung in Einbeck: Mutmaßlicher Serientäter festgenommen

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16:10 22.09.2020
Ein Bild des Schreckens der Einbecker Brandserie: Diesmal stand eine Scheune im Ortsteil Dassensen in Flammen.
Ein Bild des Schreckens der Einbecker Brandserie: Diesmal stand eine Scheune im Ortsteil Dassensen in Flammen. Quelle: Mennecke / Feuerwehr Northeim
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Einbeck

Aufatmen in Einbeck: Die Polizei hat am Dienstagmorgen einen Mann verhaftet, der im Verdacht steht, in den vergangenen Wochen mehr als ein Dutzend Brände in Einbeck und Umgebung gelegt zu haben. Gegen den Mann habe ein Haftbefehl des Amtsgerichts Göttingen vorgelegen, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen mit.

Näheres zur Identität des mutmaßlichen Serienbrandstifters wollten die Ermittler am Dienstag noch nicht preisgeben. Details sollen am Mittwochnachmittag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von Staatsanwaltschaft und Polizei in Göttingen bekanntgegeben werden.

Nach unbestätigten Informationen soll es sich bei dem Tatverdächtigen um einen früheren Feuerwehrmann handeln. Der Festgenommene wurde am Dienstagnachmittag dem Haftrichter vorgeführt. Dieser habe einen Haftbefehl wegen Brandstiftung erlassen, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit.

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Insgesamt hatte es seit Anfang Juli in Einbeck und Umgebung 24 Schadensfeuer gegeben, die auf Brandstiftung zurückzuführen waren. Die Polizei hatte nach den ersten Bränden zunächst eine 30-jährige Frau aus dem Einbecker Ortsteil Salzderhelden festgenommen, die sich inzwischen in der Psychiatrie befindet.

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Nach Angaben der Polizei hat die Frau gestanden, zwei Gartenlauben in Brand gesetzt zu haben. Auch nach ihrer Festnahme ging die Brandserie jedoch weiter. Unbestätigten Informationen zufolge steht der jetzt Festgenommene in Verdacht, insgesamt 18 Feuer gelegt zu haben. Unter anderem soll er ein leerstehendes Wohnhaus sowie mehrere Scheunen, Gartenlauben und Strohballenlager in Brand gesetzt haben. Der dabei entstandene Sachschaden wird auf knapp eine halbe Million Euro geschätzt.

Von Heidi Niemann