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Der Norden „Kippen-Marathon“: Bremer sammeln weggeworfene Zigarettenstummel
Nachrichten Der Norden

Bremen: Beim „Kippen-Marathon“ werden weggeworfene Zigarettenstummel gesammelt

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08:02 17.07.2021
Weggeworfene Zigarettenstummel sind eine Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt.
Weggeworfene Zigarettenstummel sind eine Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt. Quelle: Jens Rathmann/dpa
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Bremen

Mit der Aktion „Kippen-Marathon“ wollen die Bremer Stadtreinigung und zwei Organisationen gegen weggeworfene Zigarettenreste vorgehen, die für die Umwelt gefährlich sind. Von diesem Samstag an sollen Menschen in ihrem Stadtteil möglichst viele Kippen von öffentlichen Flächen aufsammeln. Diese werden gewogen. Der Stadtteil, der nach einer Woche die meisten Zigarettenreste gesammelt hat, gewinnt 3000 Euro für ein gemeinnütziges Projekt.

Die gesammelten Zigarettenreste sollen recycelt und unter anderem zu Taschenaschenbechern verarbeitet werden. So könnten Raucherinnen und Raucher ihre Kippen entsorgen, auch wenn kein Mülleimer in der Nähe ist, hieß es in der Mitteilung des Umweltressorts. Verantwortlich für die Aktion sind neben der Stadtreinigung das BUND-Meeresschutzbüro und die Initiative Clean up your City - Bremen.

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Warum sind Zigarettenstummel so gefährlich?

Achtlos auf den Boden geworfene Zigarettenstummel sind gefährlich: Sie enthalten viele giftige Substanzen, die nach und nach in die Umwelt gelangen. Das Nervengift Nikotin wird schnell aus den Kippen ausgewaschen und sickert ins Grundwasser.

Nach Angaben der Bundesregierung können in Zigarettenresten auch Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol und andere Stoffe sein, die für die Natur und Tiere schädlich sind. Demnach kann nicht ausgeschlossen werden, dass die giftigen Substanzen letztlich auch wieder in der Nahrungskette des Menschen landen. Für Tiere können Kippenreste tödlich sein – etwa wenn sie diese mit Nahrung verwechseln.

Von RND/dpa