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Der Norden Polizisten in Bremen umringt und mit Flaschen beworfen: „Nur, weil sie ihren Job machen“
Nachrichten Der Norden

Bremen: Polizisten umringt und mit Flaschen beworfen

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18:22 22.08.2021
Ein Einsatzfahrzeug der Polizei mit Bremer Landeswappen steht auf einem Parkplatz.
Ein Einsatzfahrzeug der Polizei mit Bremer Landeswappen steht auf einem Parkplatz. Quelle: Karsten Klama
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Bremen

Eine große Gruppe Feiernder hat in Bremen Polizisten umringt, beschimpft und mit Flaschen beworfen. Bei dem Einsatz in der Nacht zu Sonntag seien zwei Beamte verletzt worden, teilten die Behörden mit. Zuvor hatten Polizisten im Bereich des Fähranlegers Sielwall einen Streit zwischen drei Frauen schlichten wollen. Nach Angaben eines Sprechers wurden die Einsatzkräfte dabei von mehr als 100 jungen, dort feiernden Menschen scheinbar grundlos umringt, verbal angegriffen und mit einer Vielzahl von Flaschen beworfen.

Als die Polizisten Verstärkung riefen, habe sich die Menge kurz zurückgezogen, um dann wenig später wieder aggressiv zu werden. Ein Polizist wurde demnach durch eine Flasche am Kopf verletzt. Die meisten Beteiligten flohen. Zwei von ihnen wurden zu einer Wache mitgenommen und verhört.

Flaschenwürfe auf Polizisten auch am Werdersee

Erst mit Hilfe von weiteren Kollegen und des Einsatzes von Schlagstöcken und Pfefferspray gelang es den Beamten, die Menschenansammlung aufzulösen, wie die Polizei am Sonntag schilderte. Bei dieser Aktion habe sich ein weiterer Polizist am Fuß verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Außerdem sei ein Polizeiauto beschädigt worden. Es werde wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt.

Bereits am Freitag soll sich nur wenige Straßen entfernt am Werdersee ein ähnlicher Vorfall ereignet haben. Dort habe es eine Feier mit 400 Menschen gegeben. Nach Angaben der Polizei sollen auch hier Beamte mit Flaschen beworfen worden sein.

Bremens Polizeipräsident Dirk Fasse zeigte sich der Mitteilung zufolge bestürzt: „Es kann nicht sein, dass Polizistinnen und Polizisten in dieser Stadt grundlos angegriffen werden, nur weil sie ihren Job machen.“

Von RND/dpa/Dierk Bullerdieck