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Bus und Bahn stärken: Niedersachsen will Klimaschutz durch ÖPNV-Ausbau

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13:23 14.09.2019
Eine Stadtbahn fährt durch Hannover: Der Umstieg von mehr Menschen vom Auto auf Busse und Bahnen könnte Niedersachsens Klimabilanz aus Sicht der Landesregierung deutlich verbessern.
Eine Stadtbahn fährt durch Hannover: Der Umstieg von mehr Menschen vom Auto auf Busse und Bahnen könnte Niedersachsens Klimabilanz aus Sicht der Landesregierung deutlich verbessern. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
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Hannover

Der Umstieg von mehr Menschen vom Auto auf Busse und Bahnen könnte Niedersachsens Klimabilanz aus Sicht der Landesregierung deutlich verbessern. Jedoch gebe es einiges zu beachten, wenn Pendler oder Reisende stärkere Anreize bekommen sollen, mehr als bisher auf den öffentlichen Nahverkehr zu setzen. 

„Alle Maßnahmen, die insbesondere Pendler dazu motivieren können, umweltfreundlichere Verkehrsmittel zu stärken, werden begrüßt“, heißt es aus der Staatskanzlei in Hannover zur aktuellen Klimadebatte im Bund. Dabei wird unter anderem über eine höhere Pendlerpauschale für ÖPNV-Nutzer diskutiert. Man müsse die Kapazitäten im Blick behalten: „In Niedersachsen sind einige Nahverkehrslinien bereits stark frequentiert.“ Das Angebot auf der Schiene und im ÖPNV auf der Straße werde aber fortlaufend ausgebaut - etwa durch Reaktivierung von Schienenstrecken und Bahnhöfen, mehr Raum in Zügen und neue Angebote.

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Von der Straße auf die Schiene

Zur Senkung von Treibhausgas-Emissionen muss vor allem der Verkehr Beiträge liefern. Die Emissionen lagen hier 2018 immer noch auf dem Niveau von 1990. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) schlägt dazu ein Milliardenpaket vor, wie aus dem Entwurf für ein Papier hervorgeht, mit dem das Ministerium in die entscheidenden Beratungen im Berliner Klimakabinett in der kommenden Woche gehen will.

Vorgesehen sind etwa eine massive Verlagerung von Verkehr auf die Schiene, ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs oder der Wechsel auf alternative Antriebe bei Autos und Nutzfahrzeugen.

Kommt ein 365-Euro-Jahresticket?

Zur Idee eines ÖPNV-Jahrestickets für 365 Euro, das den Wechsel zu Bus und Bahn fördern soll, erklärte die Staatskanzlei: „Dafür auch finanzielle Anreize zu setzen, ist vernünftig.“ Kosten und Nutzen einzelner Maßnahmen müssen allerdings genau betrachtet und bewertet werden. Neben dem reinen Fahrpreis spiele ein verbessertes Angebot eine Rolle. „Hier gibt es zum Teil noch erhebliche Nachholbedarfe in den Bereichen Infrastruktur sowie Fahrzeug- und Personalkapazitäten, die nur mittel- bis langfristig aufgelöst werden können.“

Der Maßnahmenplan für das geplante eigene Landes-Klimagesetz werde auf das weitere Vorgehen der Bundesregierung abgestimmt sein. „Niedersachsen blickt gespannt auf das Klimakabinett.“

Von RND/dpa