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Der Norden Schüler in Hannover können ab Montag an die Schulen zurückkehren
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Corona-Lockerung in Niedersachsen: Das gilt für Schulen, Handel, Gastronomie

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20:47 04.05.2021
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident in Niedersachsen, spricht während einer Pressekonferenz im Landtag. Im Hintergrund sitzt Bernd Althusmann (CDU), Wirtschaftsminister in Niedersachsen.
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident in Niedersachsen, spricht während einer Pressekonferenz im Landtag. Im Hintergrund sitzt Bernd Althusmann (CDU), Wirtschaftsminister in Niedersachsen. Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa (Archiv)
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Hannover

Schülerinnen und Schüler in der Region Hannover können voraussichtlich von Montag an in halben Lerngruppen in die Schulen zurückkehren. Die niedersächsische Landesregierung hat sich auf eine neue Corona-Verordnung verständigt, die vom 10. Mai an vor allem bei den Schulen deutliche Lockerungen vorsieht. Demnach soll für alle Schulen in Regionen mit einem Inzidenzwert unter 165 Unterricht im Wechselmodell mit halben Lerngruppen gelten. Bislang gilt in Niedersachsen der Inzidenzwert von 100 als Grenzwert. Laut Robert-Koch-Institut lag die Inzidenz in der Region Hannover am Dienstag bei 122,4.

Mit Ausnahme von Abschlussklassen, einigen Förderschulen und Grundschulen werden alle Schülerinnen und Schüler in der Region Hannover seit Monaten im Homeschooling unterrichtet.

„Der Schritt ist notwendig, aber auch verantwortbar“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Dienstag in Hannover zu den Lockerungen. Er appellierte, die Kinder und Jugendlichen behutsam wieder an den Präsenzunterricht heranzuführen: „Schule soll nicht mit Druck starten. Die Schüler sollten nicht überhäuft werden mit Tests und Klausuren.“ Auch Kitas sollen in Regionen mit einer Inzidenz unter 165 mit festen Gruppen im sogenannten Szenario B öffnen.

Einzelhandel darf großflächig öffnen – aber noch nicht in Hannover

Von anderen Lockerungen in Niedersachsen profitiert die Region Hannover dagegen noch nicht, weil hier weiterhin die sogenannte Bundes-Notbremse gilt, die bei einem Inzidenzwert ab 100 greift.

So will die Landesregierung in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 den Einzelhandel flächendeckend wieder öffnen. Zutrittsvoraussetzung für die Kunden soll ein qualifizierter negativer Corona-Test sein, ein Selbsttest reicht nicht aus. Sogenannte Grundversorger, also Supermärkte oder Drogerien, sind von der Testpflicht ausgenommen.

Auch Restaurants sollen in Regionen mit einem Inzidenzwert unter 100 öffnen dürfen. Zunächst gilt das für die Außengastronomie, der Innenbereich soll zwei Wochen später hinzukommen. Gäste müssen einen negativen Test vorlegen, außerdem gilt eine Sperrstunde ab 23 Uhr.

Übernachtungen in Hotels wieder erlaubt

Von Montag an sollen auch Übernachtungen in Niedersachsen wieder möglich werden. Hotels, Campingplätze oder Jugendherbergen dürfen mit einer Kapazität von 60 Prozent wieder öffnen, Ferienhäuser und -wohnungen müssen bei der Vermietung einen Tag frei bleiben. Zunächst ist der Tourismus nur den Niedersachsen vorbehalten, Bürger aus anderen Bundesländern sollen aber möglichst schnell dazukommen, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). Die Feriengäste müssen sich täglich testen.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sieht Niedersachsen bei der Pandemiebekämpfung auf einem guten Weg. Das Land schaffe mit der neuen Verordnung die Balance zwischen mehr Möglichkeiten und Freiheiten auf der einen und Sicherungsmaßnahmen auf der anderen Seite. Weil betonte, dass vollständig Geimpfte und Genesene bei Zulassungsbeschränkungen keinen negativen Test benötigten, sondern nur einen entsprechenden Nachweis vorlegen müssten.

Von stk