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Der Norden Keine flächendeckenden Tests auf Virusmutation in Niedersachsen
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Corona-Mutation: Keine flächendeckenden Tests in Niedersachsen

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19:19 28.01.2021
Eine elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das Coronavirus (SARS-CoV-2). Das Virus passt sich durch Mutationen ständigdem Menschen an.
Eine elektronenmikroskopische Aufnahme zeigt das Coronavirus (SARS-CoV-2). Das Virus passt sich durch Mutationen ständigdem Menschen an. Quelle: AP
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Hannover

Anders als das benachbarte Bremen plant Niedersachsen keine flächendeckenden Tests auf die Variante B.1.1.7 des Coronavirus. Bisher seien dem Landesgesundheitsamt (NLGA) drei Fälle aus dem Landkreis Vechta und neun aus dem Landkreis Göttingen bekannt, teilte ein Sprecher des Amts am Donnerstag auf Anfrage mit. Es sei aber davon auszugehen, dass es im Land weitere Ansteckungen mit der Mutante gebe, „die nicht bekannt sind und bei denen kein direkter Zusammenhang mit einem Aufenthalt in Großbritannien besteht“, erklärte ein NLGA-Sprecher.

Bisher werden die Nachweise der Mutation nicht zentral im Corona-Meldesystem erfasst. So erklärt es sich, dass etwa der Fall einer Kita-Mitarbeiterin aus der Region Hannover nicht in der NLGA-Statistik auftaucht. Die örtlichen Gesundheitsämter sind allerdings gebeten, die Nachweise dem Landesamt zu melden. Sobald es technisch möglich ist, sollen alle Mutations-Nachweise in der landesweiten Corona-Statistik auftauchen, erklärte ein Sprecher.

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Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) hatte am Mittwoch angekündigt, alle positiven Coronavirus-Proben dort würden jetzt auch auf die sogenannte britische Variante B.1.1.7 getestet. Es bestehe die begründete Sorge, dass die Mutation leichter und schneller und mit einer höheren Viruslast übertragen werde.

Das NLGA verwies jedoch darauf, dass laut einer Bundesverordnung die Kostenerstattung für die Untersuchung auf Mutationen nur für fünf bis zehn Prozent der positiven Proben möglich sei. Bei einem größeren Ausbruch bestehe auch keine Notwendigkeit, jede Probe auf die Mutation hin zu untersuchen, weil es sehr wahrscheinlich sei, dass die Infektionen auf dieselbe Variante zurückzuführen seien. Im Laufe der ersten Februarhälfte will das NLGA in der Lage sein, die Sequenzierungen zur Erkennung von Mutationen selbst vorzunehmen.

Von RND/lni