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Der Norden Niedersachsens Schüler lernen zunächst von zu Hause aus
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Corona: Niedersachsens Schüler lernen zunächst von zu Hause aus

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21:40 05.01.2021
Neue Schulregeln: Stephan Weil informierte am Dienstagabend über die neuen Corona-Verschärfungen in Niedersachsen. Quelle: Moritz Frankenberg/dpa
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Hannover

Da die Zahl der Corona-Infektionen nicht deutlich sinkt, müssen sich die Menschen in Niedersachsen für die kommenden Wochen auf weitere Beschränkungen einstellen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder einigten sich am Dienstag auf eine Verlängerung der ursprünglich bis zum 10. Januar vereinbarten Lockdown-Regeln bis zum Monatsende sowie auf noch strengere Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich.

Für Niedersachsen kündigte Ministerpräsident Stephan Weil am Dienstagabend an, dass weiterführende Schulen bis auf die Abschlussklassen zunächst nur digitalen Unterricht erhalten, Grundschulen sollen eine Woche später als bisher geplant mit dem Präsenzunterricht starten (also am 18.1.) – und danach in den Wechselunterricht gehen. In der ersten Woche nach den Weihnachtsferien sollen auch sie von zu Hause aus lernen. (In einer früheren Version dieses Textes hieß es, dass die Grundschulen erst eine Woche später als geplant starten. In diesem Punkt hatte sich Weil etwas unklar ausgedrückt.) Bei den Kitas soll es laut Weil eine „sehr große Notbetreuung von 50 Prozent“ geben.

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Strengere Regeln für private Treffen

Bei der Entscheidung zu den weiteren Schulregeln hätten auch die Belange der Menschen berücksichtigt werden müssen, die in diesem Bereich arbeiten, sagte der Ministerpräsident. „Wir müssen uns der Realität stellen“, fuhr er fort. Auch Niedersachsen sei meilenweit vom „Klassenziel Inzidenzwert 5o entfernt.“

Lesen Sie mehr: Merkel verkündet harte Maßnahmen – auch Kitas und Schulen bleiben dicht

Die aktuell in Niedersachsen gesunkenen Zahlen berücksichtigten nicht, dass während der Feiertage weniger getestet wurde, betonte Weil. „Und zu Silvester liegen uns noch gar keine Zahlen vor“, sagte er. „Wir sehen das Risiko als unübersehbar an.“ Deshalb seien nun private Zusammenkünfte nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Die Ausnahmeregel für Kinder unter 14 Jahren entfällt. „Das ist in einigen Bereichen noch mal eine arge Einschränkung, insbesondere für Kinder“. Dennoch sei es nötig, da noch einmal eine Bremse einzuziehen. Weil appellierte an die Menschen in Niedersachsen, die neuen Regeln einzuhalten.

Von HAZ