Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Die Ladesäule fährt zum E-Auto: Studie zu mobilen Parkplatz-Robotern
Nachrichten Der Norden

Die Ladesäule fährt zum E-Auto: Studie zu mobilen Parkplatz-Robotern von VW

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:30 14.01.2020
Ein Volkswagen steht in der Innenstadt an einer Ladesäule (Symbolbild). Quelle: Andreas Arnold/dpa
Wolfsburg

Wenn das E-Auto nur schwer an die Säule kommt, soll die Säule zum E-Auto kommen. Mit dieser Grundidee will VW das Problem mangelnder Ladestationen auf öffentlichen Parkplätzen angehen. Die konzerninterne Komponenten-Sparte, die auch Antriebe, Fahrwerke und eigene Batteriesysteme herstellt, entwickelt dazu mobile Laderoboter. Diese sollen in Parkhäusern oder Tiefgaragen selbstständig zu abgestellten Fahrzeugen ausschwärmen und sie in kurzer Zeit aufladen.

Studie könnte „schnell Realität werden“

Noch ist die Technik nicht marktreif. Entwicklungschef Mark Möller spricht von einer „Studie, die aber durchaus schnell Realität werden kann, wenn die Rahmenbedingungen stimmen“. Bei Spitzengesprächen von Industrie und Politik war zuletzt klar geworden, dass ein Durchbruch der Elektromobilität in Deutschland nur gelingen dürfte, falls die nötige Infrastruktur rasch ausgebaut wird. Dazu gehört, Lademöglichkeiten zu Hause, am Arbeitsplatz und auf großen Parkflächen zu erweitern - hierfür sind jedoch viele rechtliche Änderungen erforderlich.

Autonome Laderoboter könnten nach Einschätzung von Volkswagen die schwierige Umstellung zumindest auf Parkplätzen erleichtern. „Nicht nur der bauliche Aufwand für den Aufbau einer Ladeinfrastruktur, auch die Kosten können deutlich reduziert werden“, meinte Möller.

Die rollenden Geräte werden über eine App oder Assistenzsysteme der E-Fahrzeuge aktiviert. Jeder Roboter zieht dann einen „Akkuwaggon“ als Anhänger zum Auto, öffnet die Ladeklappe und schließt den Stecker an. Während des Ladens kann er sich entkoppeln und zwischenzeitlich andere Fahrzeuge versorgen. Danach trennt er den fahrbaren Speicher. Jeder „Waggon“ hat einen Energiegehalt von bis zu 25 Kilowattstunden.

Noch keine Terminierung

Kameras und Sensoren sorgen dafür, dass die Gefährte nicht mit Autos, anderen Robotern oder den Speicherwagen zusammenstoßen. Besitzer von E-Autos können den Parkplatz frei wählen, ohne eine fest installierte Säule ansteuern zu müssen. Viele Autos lassen sich zeitgleich laden.

Volkswagen betonte, ein möglicher Marktstart des Systems sei bisher nicht terminiert. Es habe aber realistische Einsatzchancen. Die Bundesregierung sucht zum schnelleren Aufbau eines flächendeckenden Ladenetzes den Schulterschluss auch mit der Energiewirtschaft. „Unser Ziel ist, dass bald niemand in Deutschland noch sagt: "Ich kaufe mir kein E-Auto, weil ich nicht weiß, wie und wo ich es laden soll"“, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) kürzlich.

Von RND/dpa

Eine kostenlose Paddeltour auf der Alster? Mit den „Green Kayaks“ einer dänischen Umweltinitiative kein Problem, wenn man bereit ist, dabei auch Müll aus dem Wasser zu sammeln. Das Angebot kommt an.

26.12.2019

Lieber zu Hause bleiben oder raus aus dem Haus? Wenn Sie noch nicht wissen, was sie zwischen den Feiertagen machen sollen, haben wir hier ein paar Tipps für Sie – vom Skilaufen übers Kirchenkonzert bis zum Showspektakel.

26.12.2019

Ein kleines Wunder hat sich am Heiligen Abend auf einem Feldweg bei Handorf ereignet: Ein Autofahrer fuhr dort abends lang und entdeckte zufällig einen leblos am Boden liegenden Mann. Wäre er nicht gefunden worden, wäre er gestorben – er hatte unglaubliche 5,78 Promille Alkohol im Blut.

26.12.2019