Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Sorgen im Harz: Noch immer zu wenig Wasser in den Trinkwasser-Talsperren
Nachrichten Der Norden

Füllstand der Talsperren im Harz noch immer zu niedrig

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:59 28.01.2020
Das Touristenschiff "MS AquaMarin" ist auf diesem Archivbild von 2018 im Niedrigwasser der Okertalsperre im Harz zu sehen. Quelle: Swen Pförtner/dpa
Anzeige
Claustahl-Zellerfeld

Wegen des bislang zu trockenen Winters befindet sich in den Westharzer Talsperren deutlich weniger Wasser als sonst um diese Jahreszeit. In den für die Trinkwasserversorgung weiter Teile Niedersachsens wichtigen Stauseen befänden sich 20 Millionen Kubikmeter weniger Wasser als im langjährigen Mittel, teilten die Harzwasserwerke am Dienstag mit. Der Füllungsgrad der sechs Talsperren liege bei 55 Prozent. Üblich seien Ende Januar mehr als 70 Prozent. (Livedaten zum Talsperren-Füllstand).

Die Situation sei angespannt, sagte der Technische Geschäftsführer Christoph Donner. Sollte die Trockenheit langfristig anhalten, müssten die Harzwasserwerke Maßnahmen ergreifen, um die Versorgungssicherheit auch im Fall eines Dürresommers zu gewährleisten. Dazu gehöre eine geringere Wasserabgabe in die Flüsse unterhalb der Stauseen sowie eine Steuerung der Talsperren im Verbundsystem. Durch Stollen und Gräben kann Wasser umverteilt werden.

Niedersachsen bezieht Trinkwasser aus Talsperren

Am besten gefüllt war am Dienstag die Granetalsperre (70) Prozent. Der Okerstausee hatte nur noch einen Füllungsgrad von knapp 38 Prozent. Im Herbst hatten regenreiche Tage die Talsperren zwischenzeitlich wieder gefüllt, die Gesamt-Regenmenge reichte aber nicht aus.

Insgesamt haben die Talsperren im Westharz, aus denen ein Großteil der Niedersachsen das Trinkwasser bezieht, eine Kapazität von 183 Millionen Kubikmetern.

Von RND/lni