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Der Norden Zahlreiche Schüler der IGS Roderbruch auf Campingplatz erkrankt
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Großeinsatz in Grömitz: Schüler auf Campingplatz erkrankt

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18:36 19.09.2019
Rund 100 Einsatzkräfte waren zu dem Zeltlager in Grömitz in Schleswig-Holstein ausgerückt. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Grömitz/Hannover

In einem Zeltlager in Grömitz in Schleswig-Holstein sind 50 Kinder und Jugendliche sowie zwei Betreuer wegen Magen-Darm-Beschwerden vorsichtshalber isoliert worden. Unter ihnen sind zahlreiche Schüler dreier Klassen der IGS Roderbruch in Hannover. Die genaue Zahl war auch am Donnerstagmittag noch unklar.

Die Kinder und Jugendlichen hatten sich zuvor immer wieder übergeben müssen. Um die jungen Patienten vor Ort behandeln und isolieren zu können, bauten die mehr als 100 Einsatzkräfte eine mobile Krankenstation mit beheizten Zelten auf. Sanitäter trugen Schutzanzüge, Handschuhe und Mundschutz.

Wie ein Sprecher der Rettungsleitstelle berichtete, wurde der Vorfall am Mittwochabend bekannt. Anfangs waren es 15 Jugendliche, die im Camp über schwere Magen-Darm-Beschwerden klagten. Im Laufe des Einsatzes stieg die Anzahl der Erkrankten schließlich auf 52. Insgesamt waren allein aus der IGS Roderbruch rund 90 Schülerinnen und Schüler an der Ostsee.

Bilder: Großeinsatz in Grömitz

Schüler mehrerer Klassen der IGS Roderbruch in Hannover sind in Grömitz auf einem Campingplatz erkrankt.

Zurzeit werden nur noch sieben Personen vor Ort betreut, die übrigen konnten im Verlauf des Donnerstags mit Bussen abreisen. Unter den Betroffenen soll es sich größtenteils um Mädchen handeln. Eine Klasse aus dem Vogtland, die offenbar von der Krankheit verschont geblieben ist, konnte bereits beschwerdefrei abreisen.

Die vom Kreis Ostholstein genommenen Proben werden nun in einem Labor analysiert. Nach Angaben einer Sprecherin ist mit einem Ergebnis frühestens am Montag zu rechnen. Bislang konnte ein Virus nicht ausgeschlossen werden, aber auch ein Lebensmittel kommt als mögliche Ursache in Betracht.

Wie die „Lübecker Nachrichten“ berichten, waren insgesamt mehr als 100 Einsatzkräfte vor Ort. Sie bauten noch in der Nacht ein mobiles Krankenhaus auf, um die Kinder und Betreuer zu versorgen. Fotos von der Einsatzstelle zeigen Helfer in blauen Schutzanzügen. „Wir versuchen das hier abzuarbeiten, damit wir nicht unnötig die Kliniken im Kreis Ostholstein gefährden“, zitierte die Zeitung den leitenden Notarzt. Der Campingplatz wurde abgeschottet. Niemand durfte das Gelände verlassen. Auch bereits angereiste Eltern wurden wieder weggeschickt.

Weitere Kinder mit ähnlichen Symptomen

Noch in derselben Nacht mussten die Rettungskräfte laut den „Lübecker Nachrichten“ zu einem weiteren Einsatz ausrücken. Im rund 30 Kilometer entfernten Weißenhäuser Strand zeigten sechs Jugendliche ähnliche Symptome. Die beiden Schulklassen hatten zuvor Kontakt miteinander.

Von RND/dpa/frs/pah/LN

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