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Der Norden Diese niedersächsischen Städte verdienen mit Blitzer-Bußgeldern am meisten Geld
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Hannover, Bremen, Braunschweig: Niedersachsens Städte nehmen mit Blitzer-Bußgeldern Millionen ein

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11:51 03.12.2019
Schlecht für den Fahrer, gut für die Stadtkasse: Mit den Blitzer-Bußgeldern verdienen niedersächsische Städte Geld. Quelle: dpa
Hannover

Verkehrssünder lassen die Kassen der niedersächsischen Städte klingeln. Teils liegen die Einnahmen dank der Geschwindigkeitsüberschreitungen in Millionenhöhe. Für das erste Halbjahr 2019 gibt es nun konkrete Ergebnisse. Während die Summen in Hannover und Bremen steigen, bleiben die Blitzer-Bußgelder zumindest in Osnabrück unter dem Niveau des Vorjahres.

Göttingen: In Göttingen gehen die Blitzer-Bußgelder ebenfalls nach oben. Bereits im ersten Halbjahr 2019 hat die Stadt nach Geschwindigkeitsüberschreitungen knapp eine Million Euro eingenommen, im Gesamtjahr 2018 waren es 1,4 Millionen Euro. Zum Anstieg der Bußgelder habe der Einsatz eines neuen mobilen Blitzers beigetragen, sagte ein Sprecher der Stadt. Ziel sei es, die Verkehrsteilnehmer für Gefahrenstellen zu sensibilisieren. Dafür sei das Gerät mit der Bezeichnung „Enforcement Trailer“ – ein mobiler Blitzer-Anhänger – gut geeignet. Die Stadt geht davon aus, dass die Bußgelder im laufenden Jahr höher ausfallen werden als ein Jahr zuvor.

Hannover: In Niedersachsens Landeshauptstadt sind im ersten Halbjahr 2019 mehr Menschen in Blitzer-Fallen getappt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Einnahmen stiegen von 1,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf knapp 2,1 Millionen Euro, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte. Zum Jahresende wird daher mit einer leichten Steigerung im Vergleich mit dem Vorjahr gerechnet. Im Gesamtjahr 2018 kam Hannover mit vier Millionen Euro an Blitzer-Einnahmen auf den Spitzenplatz in Niedersachsen.

In Braunschweig gehen die Blitzer-Einnahmen zurück

Osnabrück: Bis Ende Juni wurden in Osnabrück deutlich weniger zu schnelle Autofahrer erwischt als im ersten Halbjahr 2018. Die Stadt nahm in den ersten Monaten des laufenden Jahres knapp 300.000 Euro von Verkehrssündern ein. Im ersten Halbjahr 2018 war der Wert mit mehr als 550.000 Euro fast doppelt so hoch. Damit dürften die Blitzer-Bußgelder im Gesamtjahr voraussichtlich geringer ausfallen als 2018. Im vergangenen Jahr betrugen die Einnahmen knapp unter einer Million Euro, wie eine Sprecherin der Stadt Osnabrück sagte.

Braunschweig: Auch in Braunschweig sind die Einnahmen gesunken – allerdings nur leicht. Im ersten Halbjahr 2019 wurden etwa 10.000 Fälle angezeigt, in die Kasse der Stadt flossen knapp 937.000 Euro. Im ersten Halbjahr 2018 waren es noch rund 985.000 Euro. Damals wurden genau 10.207 Fälle angezeigt. Die Differenz liege an üblichen Schwankungen, erklärte ein Sprecher der Stadt Braunschweig. Er betonte: Bei den Kontrollen gehe es nicht um die Einnahmen aus Bußgeldern, sondern um Sicherheit im Verkehr. Im Gesamtjahr 2018 lagen die Blitzer-Einnahmen bei knapp 1,8 Millionen Euro.

In Wolfsburg wurden über 500 Führerscheine abgenommen

Wolfsburg: 2018 brachten Geschwindigkeitsmessungen der Stadt Wolfsburg 1,8 Millionen Euro ein. Zum Vergleich: 2017 lagen die Einnahmen mit 1,2 Millionen Euro noch deutlich niedriger. Im vergangenen Jahre wurden genau 69.497 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt, wie die Stadt Wolfsburg mitteilte. In mehr als 500 Fällen wurde Rasern der Führerschein entzogen. Der Spitzenreiter unter den Rasern: ein Autofahrer, der mit 169 Stundenkilometern durch eine Tempo-50-Zone fuhr. Zahlen für das laufende Jahr gab es zunächst nicht – diese will die Stadt erst im Januar 2020 veröffentlichen.

Bremen: Bremen meldet einen leichten Rückgang der Blitzer-Bußgelder im ersten Halbjahr 2019. Eingenommen wurden in dem Zeitraum rund eine Million Euro – im ersten Halbjahr 2018 waren es dagegen noch knapp 1,3 Millionen Euro, wie eine Sprecherin des Bremer Innensenators der Deutschen Presse-Agentur sagte. Im Gesamtjahr 2018 zählte das Land Bremen mit 2,5 Millionen Euro dank der Verkehrssünder zu den Großverdienern in Sachen Blitzer-Einnahmen.

Von RND/dpa

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