Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Warum das Land Niedersachsen immer mehr von seinen Einwohnern erbt
Nachrichten Der Norden Warum das Land Niedersachsen immer mehr von seinen Einwohnern erbt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:33 17.03.2019
Eine ältere Frau zählt Geld. Symbolbild. Quelle: dpa
Hannover

Das Land Niedersachsen bekommt immer mehr Erbschaften von seinen Einwohnern. Dieser Trend hat sich im vergangenen Jahr fortgesetzt, auch wenn der Gesamtwert ein wenig gesunken ist. So stieg die Zahl der Nachlässe auf 2010, wie eine Sprecherin des Landesamtes für Bau und Liegenschaften (NLBL) sagte. Im Jahr zuvor waren es 1964. Der Gesamtwert sank aber von 5,99 Millionen Euro im Jahr 2017 auf 5,55 Millionen Euro.

Warum gehen die Erbschaften ans Land?

Über die Gründe der steigenden Zahl von Nachlässen könne nur spekuliert werden, erklärte NLBL-Sprecherin Ute Stallmeister. „Vermutlich sterben vermehrt Personen, die keine nahen Angehörigen haben“, sagte sie. „Zudem sind Nachlässe oft überschuldet, so dass die Angehörigen – wenn es welche gibt – die Erbschaft schneller ausschlagen als früher.“ Sie wollten sich dabei nicht um die Nachlassabwicklung kümmern und auch kein unnötiges Haftungsrisiko eingehen. Auch dass die Abwicklung von Nachlässen immer anspruchsvoller geworden sei, könne eine Rolle spielen.

Zu den sogenannten Fiskuserbschaften gehören die unterschiedlichsten Dinge. „Es ist fast alles denkbar“, sagte Stallmeister. So gehe es um Immobilien, Konten, Gesellschaftsbeteiligungen, lebende Tiere, Markenrechte, Patente, Autos und Waffen, sowie Gemälde, Schmuck, Goldbarren, Münzen und Antiquitäten. Auch geografisch seien mit Objekten etwa in Griechenland oder Portugal keine Grenzen gesetzt.

Immobilien beim Land wenig gefragt

Immobilien gewinnen stark an Bedeutung“, berichtete die Sprecherin. Oft ist das Land über solche Erbschaften wenig erfreut. „Nur mit hohem Aufwand lassen sich die Staatserbschaften verwalten und verkaufen“, erklärte Stallmeister. Die Immobilien lägen oft in strukturschwachen Gegenden mit geringer Nachfrage, einige in Ostdeutschland. Zudem seien sie in der Regel mit Grundpfandrechten wie etwa Hypotheken belastet, und das oft über dem Verkehrswert. „Hinzu kommt, dass viele Immobilien in einem sehr schlechten baulichen Zustand sind.“ Manchmal müsse sich das Land jahrzehntelang um fast unverkäufliche Gebäude kümmern.

Viele Erbschaften werden versteigert

Der für die Verwaltung der Immobilien zuständige Landesliegenschaftsfonds versucht, alle Bestandteile der Fiskuserbschaften zu verwerten. So werden bewegliche Gegenstände über das Portal www.zoll-auktion.de versteigert. Sachen, die sich nicht veräußern lassen, werden teilweise vernichtet. Immobilien können in Niedersachsen etwa über die Homepage des Landesliegenschaftsfonds oder über bekannte Immobilienportale im Internet ersteigert werden. Angeboten werden Wohnungen und Geschäftsgebäude, Baugrundstücke und Wohnhäuser. Wenn das Land Objekte erbt, müssen zunächst mögliche Gläubiger ihr Geld bekommen. Erst wenn sie nach einer Verwertung bedient sind, kann das Land Eigenbedarf anmelden.

Von RND/dpa

Dieser Reifenwechsel hatte für einen Mann aus Braunschweig verheerende Folgen: Der Hobbyschrauber ist dabei unter seinem Auto eingeklemmt und schwer verletzt worden. Offenbar rutschte ihm der Wagenheber weg.

17.03.2019

Beim Überqueren einer roten Ampel, um eine Straßenbahn, zu erreichen wurde eine 17 Jahre alte Fußgängerin in Bremen von einem Auto erfasst und verletzt. Die Jugendliche musste notoperiert werden.

16.03.2019

Das Leittier des Rodewalder Rudels ist bis Ende März zum Abschuss freigegeben. Doch bislang ist der Wolf noch keinem Jäger vor die Flinte gelaufen – dabei sucht das Umweltministerium „mit Hochdruck“ nach dem Tier.

16.03.2019