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Der Norden Wo sind Immobilien teuer, wo günstig?
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14:58 05.05.2019
Teuer: Häuser – wie hier auf Norderney – werden an Nord- und Ostsee immer teurer. Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Norderney

Die Preisunterschiede für Immobilien an der deutschen Küste sind enorm. Während für Häuser und Wohnungen auf den nord- und ostfriesischen Inseln Spitzenpreise gezahlt werden, sind auf dem Festland noch durchaus preisgünstige Immobilien erhältlich. Das ergab eine Analyse des Immobiliendienstleisters McMakler, der die Angebote für Bestandsimmobilien bis zum Baujahr 2017 auf verschiedenen Internetportalen ausgewertet hat. Ob die geforderten Preise bei einem Verkauf auch realisiert werden konnten, ist damit nicht gesagt. Die Analyse gibt Auskunft über die Preisvorstellungen der Verkäufer.

Danach wurden im ersten Quartal diese Jahres auf den nordfriesischen Inseln mit Preisen von mehr als 6800 Euro je Quadratmeter die höchsten Preise gefordert, gefolgt von den ostfriesischen Inseln mit mehr als 6300 Euro je Quadratmeter. Bei den nordfriesischen Inseln enthalten ist der Preisführer Sylt, seit Jahren einer der teuersten Hotspots Deutschlands, bei den ostfriesischen sind es Norderney und Langeoog. „Waren die Immobilienpreise auf den nordfriesischen Inseln schon 2018 exorbitant hoch, so sind sie 2019 nochmals um satte 7,8 Prozent gestiegen“, sagte McMakler-Geschäftsführer Hanno Heintzenberg. „Bei dieser Preissteigerung scheint die Schmerzgrenze erstaunlicherweise noch nicht erreicht zu sein.“ Die Preissteigerung auf den ostfriesischen Inseln fiel mit 1,8 Prozent geringer aus.

Ganz im Osten gibt es noch Schnäppchen

Auf die Nordseeinseln folgt die größte deutsche Insel Rügen mit Immobilienpreisen von 3300 Euro je Quadratmeter und einer Preissteigerung von 4,3 Prozent. Günstiger wird es dann auf dem Festland: Auf der Rangliste folgen sechs Ostsee-Regionen, von gut 2800 Euro je Quadratmeter im Rostocker Raum bis 2500 Euro in Kiel. Am unteren Ende finden sich Bremerhaven, Wilhelmshaven und die Wesermarsch mit Preisen zwischen 1300 und 1400 Euro je Quadratmeter. Doch gerade Wilhelmshaven hatte mit einem Plus von 8,8 Prozent die stärkste Preissteigerung zu verzeichnen, gefolgt von Emden mit einem Plus von 8,7 Prozent auf 1500 Euro je Quadratmeter.

Am allergünstigsten sind Küsten-Immobilien am Stettiner Haff zu kaufen, unweit der polnischen Grenze und nahe der Insel Usedom. Hier lagen die Preise bei 888 Euro je Quadratmeter, das sind 4,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit ist ein Haus in Nordfriesland statistisch siebeneinhalb Mal so teuer wie am Stettiner Haff. In allen 24 untersuchten Küstenregionen sind die geforderten Preise im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und McMakler rechnet damit, dass sich dieser Trend fortsetzt.

Von RND/lni

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