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Der Norden Impfkampagne in Niedersachsen verzögert sich erheblich
Nachrichten Der Norden

Impfungen in Niedersachsen: Im Januar 40 % weniger geliefert als geplant

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18:36 19.01.2021
Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung in Niedersachsen.
Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung in Niedersachsen. Quelle: Peter Steffen/dpa/Archiv
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Hannover

Die für den 28. Januar geplanten Impfungen von mehr als 80-Jährigen, die nicht in Heimen leben, werden in vielen Fällen verschoben werden müssen - weil es dem Land derzeit an Impfstoff mangelt. „Wir halten aber daran fest, dass ab dem 28. Januar Termine für die Impfungen vergeben werden“, sagte die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabes Claudia Schröder am Dienstag. Wegen der geringeren Menge an Impfstoff werde es zunächst nur einige Impfungen für die mehr als 80-Jährigen geben. Bislang seien in Niedersachsen 95.044 Menschen geimpft worden, darunter mehr als 41.000 Bewohner und Bewohnerinnen von Altenheimen und mehr als 45.000 Beschäftigte in Pflegeheimen. „Für den gesamten Januar haben wir eine Reduzierung von 40 Prozent des angekündigten Impfstoffes“, sagte Schröder.

Hälfte der Altenheimbewohner sind geimpft

Ursprünglich habe man bis Ende Januar mit den Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen „durch sein wollen“, berichtete Schröder. Dieses Ziel werde man jetzt wohl erst Mitte oder Ende Februar erreicht haben. Zu dem Impfstoffmangel sei es unter anderem gekommen, weil die Firma Biontech Qualitätsmangel in der Produktion geltend gemacht habe und für eine Woche überhaupt keine Impfstoffe versendet habe - und kommende Woche nur 40 Prozent der versprochenen Dosen liefern wird. Schröder versicherte, dass alle Niedersachsen, die bereits eine Erstimpfung bekommen haben, auf jeden Fall auch die notwendige Zweitimpfung bekommen würden, weil man diese zurückgelegt habe.

286 Erwachsene auf Intensivstationen

Schröder berichtete weiter, dass in Niedersachsen bis Dienstagmorgen 129.922 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus labordiagnostisch bestätigt worden seien und dem Landesgesundheitsamt (NLGA) übermittelt worden. Das seien 598 Fälle mehr als noch am Vortag. Insgesamt 2.727 an Covid-19 Erkrankte wurden dem NLGA als verstorben gemeldet.

In niedersächsischen Kliniken werden nach Angaben des Sozialministeriums derzeit 1.429 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt: Davon lägen 1.136 Erwachsene auf Normalstationen, 286 Erwachsene benötigten intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssten 208 Erwachsene beatmet werden, 18 davon auf einem ECMO-Platz. Fünf Kinder würden aktuell auf einer Normalstation behandelt. „Wir haben durchaus schwere Verläufe auch bei jungen Patienten“, sagte Schröder.

Von Michael B. Berger