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Der Norden Mehr Züge, höherer Takt: Regionalbahnen in Niedersachsen fahren öfter
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In Niedersachsen fahren ab Dezember mehr Regionalzüge

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18:53 24.10.2019
Das Land bringt weitere Züge auf die Strecke. Quelle: Deutsche Bahn
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Hannover

Wenn zum 15. Dezember der jährliche Fahrplanwechsel im Bahnverkehr ansteht, dürfen sich Kunden in Niedersachsen auf mehr Züge freuen. „Damit entsprechen wir dort, wo es möglich ist, der wachsenden Nachfrage durch die Kunden“, sagt Carmen Schwabl, Geschäftsführerin der Nahverkehrsgesellschaft des Landes (LNVG). Einem weiteren Ausbau setzten derzeit Baustellen, überlastete Strecken sowie Lokführermangel bei den UnternehmenGrenzen. Das sind die Neuerungen:

Mehr S-Bahnen im Raum Hannover:

Auf der Linie S3 verkehren bald zusätzliche S-Bahnen zwischen Lehrte und Hildesheim. Auf zwei weiteren Strecken wird der Nachtzugverkehr an den Wochenenden ausgebaut. Die Linie S5 endet dann nicht mehr wie bisher in Hameln, sondern in Bad Pyrmont. Statt nach Nienburg fahren Züge der Linie 2 in den Nachtstunden bis nach Minden.

Nienburg wiederum wird in den Wochenendnächten künftig von Zügen des Expresskreuzes Niedersachsen/Bremen bedient, das zusätzliche Nachtverbindungen zwischen Hannover und Bremen vorsieht. „Wo es möglich ist, werden auf stark nachgefragten Strecken dichtere Takte eingeführt“, sagte Schwabl.

Schneller von NRW nach Niedersachsen:

Als wichtigste Errungenschaft überhaupt bezeichnet das Land eine neu eingeführte Regionalexpress-Verbindung zwischen Münster und Osnabrück, für die wiederum die Linie DüsseldorfMünster nach Niedersachsen verlängert wird. Dadurch verkehren die Bahnen zwischen Münster und Osnabrück auch an den Wochenenden ganztägig im Halbstundentakt.

Reisende, die in Osnabrück von Zügen aus dem Rhein- und Ruhrgebiet auf Bahnen Richtung Bremen umsteigen wollen, müssen nicht mehr so lange Wartezeiten in Kauf nehmen wie bisher. „Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen rücken näher zusammen, weil Städte wie Düsseldorf, Duisburg oder Essen erstmals seit Jahrzehnten wieder direkt auf der Schiene von Osnabrück aus erreichbar sind“, sagt Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann. Dies sei eine echte Verbesserung für den gesamten Osnabrücker Raum.

Süd- und Ostniedersachsen:

Nach dem Ende der aktuellen Bauarbeiten auf der ICE-Strecke zwischen Hannover und Göttingen sollen wieder mehr Regionalzüge zwischen Göttingen und Northeim verkehren. Bisher ist geplant, dass die Sanierung bis zum 14. Dezember dauert. Zwischen Hannover und Bad Harzburg fährt werktags ein zusätzlicher Frühzug. Neue Spätverbindungen in den Wochenendnächten entstehen auf der Strecke zwischen Hannover und Uelzen.

Verbesserungen beim Niedersachsenticket:

Der beliebte Tagesfahrschein gilt künftig im gesamten Bundesland sowie in Bremen und Hamburg auch in Bussen, Straßen- und U-Bahnen. Damit schließen sich auch die Landkreise Emsland, Osnabrück und Schaumburg dieser Regelung an. Die Zusatzgebühr von 2 Euro entfällt, die Käufer bisher zahlen müssen, wenn sie das Ticket am Schalter lösen statt am Automaten oder via Internet.

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Von Bernd Haase

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