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Der Norden Verdacht auf IS-Finanzierung: Vier Festnahmen in Neumünster
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Islamischer Staat: Verdacht IS-Finanzierung: Vier Personen in Neumünster verhaftet

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16:42 22.05.2019
Wurde seine Organisation aus Neumünster unterstützt? Abu Bakr al-Bagdadi, hier auf einem undatierten Foto aus einem Video, gilt als Anführer der Terrormiliz "Islamischer Staat". Quelle: dpa
Neumünster/Hamburg

Wegen des Verdachts der finanziellen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung sind vier Menschen in Neumünster festgenommen worden. Die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg führt das Verfahren gegen die Verdächtigen, die dort in Untersuchungshaft sitzen. Oberstaatsanwältin Nana Frombach bestätigte die vier Festnahmen und berichtete von Haftprüfungen am Dienstag am Hanseatischen Oberlandesgericht. Die Beschuldigten landeten in Untersuchungshaft. Die Vorwürfe gegen die Personen sind nach Informationen der Kieler Nachrichten schwerwiegend: Sie sollen den "Islamischen Staat" mit Zahlungen unterstützt haben.

Vier Verhaftungen in Neumünster

Wie gingen sie vor? Eine 27-jährige Schleswig-Holsteinerin, die bereits bei den Behörden in Deutschland als terroristische Gefährderin bekannt ist, war mit ihrem Ehemann nach Syrien ausgewandert, bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg. Dort habe sie sich dem "Islamischen Staat" angeschlossen. Die 27-Jährige diente im März 2017 als Empfängerin des Geldes, das die verdächtigen Personen ihr zukommen ließen. Dabei handelte es sich um eine mittlere fünfstellige Summe.

Verdacht auf IS-Finanzierung und Terrorismus

Noch zur Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes hatte Landesinnenminister Hans-Joachim Grote (CDU) darauf hingewiesen, dass mit einer Rückkehr ideologisierter Kämpfer auch nach Schleswig-Holstein gerechnet werden müsse. Ob die Empfängerin weiterhin in Syrien ist, kommentierte Oberstaatsanwältin Frombach nicht – auch ob es familiäre Verbindungen zwischen den vier Festgenommenen gebe, wollte sie weder bestätigen noch dementieren.

Geld offenbar in Deutschland gesammelt

Die Beamten der Landeskriminalämter Schleswig-Holstein und Hamburg durchstöberten insgesamt drei Wohnungen, zwei davon in Neumünster, eine in Hamburg. "Die Durchsuchung diente unter anderem der Sicherstellung von Datenträgern", sagte Frombach. Nach Informationen der Kieler Nachrichten hatte die ausgewanderte Gefährderin aus Syrien angewiesen, das Geld an verschiedenen Stellen in Deutschland zu beschaffen und ihr zu überweisen. Den Festgenommen soll das jederzeit bewusst gewesen sein, weshalb ihnen "gemeinschaftliche Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung" vorgeworfen wird, so Frombach. Bestätigen könne sie lediglich die Zahlung im März 2017, ob weitere folgten sei unklar.

Von RND/Niklas Wieczorek

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