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Der Norden Weiche Farben gleich frische Inhalte? CDU Niedersachsen will moderner sein
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Klausurtagung: CDU Niedersachsen setzt auf frische Inhalte und weiche Farben

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18:13 27.01.2020
Die CDU setzt auf Türkis: Landeschef Bernd Althusmann spricht während der Klausurtagung in Walsrode. Quelle: Philipp Schulze/dpa
Hannover

Die CDU in Niedersachsen will sich nicht nur inhaltlich neu positionieren, sondern künftig laut Landeschef Bernd Althusmann auch „frischer und moderner“ auftreten. Die Partei hat dafür unter anderem Logo und Farbe von Plakaten und Hintergründen geändert – von blau zu türkis. Bei der Klausur in Walsrode (Heidekreis) wurde der weichere Farbton jetzt erstmals in der Öffentlichkeit vorgestellt. Die CDU wolle sich neu aufstellen, ohne „klassische Wähler zu verprellen“, sagte Althusmann.

Abgrenzung von Grünen

Der CDU-Landeschef kündigte in Walsrode an, dass sich seine Partei künftig stärker von den Grünen abgrenzen will. „Ich sehe die Grünen keineswegs als geborenen Koalitionspartner“, sagte Althusmann. „Wir werden den Grünen nicht durchgehen lassen, dass sie Dinge erzählen, die sie nicht halten können.“ Als Beispiele nannte er die Agrar- und Energiepolitik. Althusmann deutete an, dass sich die CDU künftig noch stärker für die Interessen der Landwirte und der Industrie einsetzen will. Ein geplanter Beschluss zur Energiepolitik wurde allerdings vertagt. Die Partei möchte sich zunächst von Experten beraten lassen.

Die Christdemokraten haben bei der Klausurtagung indes ein Positionspapier zur inneren Sicherheit beschlossen. Darin fordern sie unter anderem eine konsequente Durchsetzung des Rechtsstaats sowie ein hartes Vorgehen gegen Hass- und Clan-Kriminalität. Dafür brauche man eine entsprechend verbesserte Ausstattung von Polizei und Justiz. „Die Missachtung bestehender Gesetze und Gewalt auch gegen Amtsträger, unsere Bürgermeister, Polizeibeamte, Feuerwehrleute und Rettungskräfte werden wir nicht tolerieren“, sagte Althusmann.

CDU jetzt für Landarztquote

Die CDU will zudem die Ärzteversorgung im ländlichen Raum verbessern. Künftig soll es eine verpflichtende Landarztquote geben „Die Landarztquote wird aber nur langfristig den sich verschärfenden Ärztemangel in Niedersachsen und Deutschland lindern können“, sagte Althusmann. Kurzfristige notwendig seien Quereinstiege von Krankenhausärzten, eine verbesserte Weiterbildungen und gesteuerte Nachfolgeregelungen.

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