Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Schon wieder Schäden auf der A 20 entdeckt
Nachrichten Der Norden Schon wieder Schäden auf der A 20 entdeckt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:50 02.05.2019
Ein Provisorium: Bei Tribsees führt jetzt eine Behelfsfahrbahn über das Moor. Quelle: Foto: Bernd Wüstneck/dpa
Rostock

Die Pannenautobahn A 20 in Mecklenburg-Vorpommern droht offenbar an weiteren Stellen abzusacken. Nachdem die Trasse bei Tribsees im Jahr 2017 auf einer Länge von fast 100 Metern weggerutscht war, haben die Behörden jetzt zwei weitere schadhafte Stellen entdeckt. Wie die „Ostsee-Zeitung“ berichtet, ist die Autobahn, die auch von vielen Touristen auf dem Weg von und zur Ostsee genutzt wird, bei Sanitz östlich von Rostock und nahe Neubrandenburg über Torfschichten abgesackt.

Sanierung der A20 notwendig

Vor rund 20 Jahren wurde die Autobahn als besonderes Verkehrsprojekt der deutschen Einheit gebaut, an vielen Stellen auf Moor. „Hier ging Schnelligkeit vor Gründlichkeit“, urteilt Claudia Müller, Bundestagsabgeordnete der Grünen aus Stralsund. Das Bundesverkehrsministerium räumt die neuen Schäden ein. Bei Kontrollbohrungen seien „leichte Setzungserscheinungen“ festgestellt worden. „Durch die extreme Hitze im Jahre 2018 verloren die unten liegenden Torfschichten Wasser und gaben auf Grund des Dammgewichtes nach“, heißt es aus dem Ministerium. Die Rede ist von „notwendigen Sanierungsarbeiten“.

Laut Schweriner Verkehrsministerium ist die A 20 bei Sanitz um bis zu sechs, bei Neubrandenburg um bis zu fünf Zentimeter abgesackt. Grund zur Sorge bestehe nicht, versichert Sprecherin Ulrike Sennewald. Denn die Torfschicht sei dort nur etwa einen Meter dick. Vorsorglich habe man die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 130 reduziert.

Belastung auch für Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern

Sorgenvolle Blicke gibt es dennoch. „Die Autobahn ist die Lebensader für die touristischen Gebiete im Land“, sagt Tobias Woitendorf, Tourismusverband MV. Zwar hätten die Gastgeber auch das Autobahnloch von Tribsees überstanden. „Es war aber für alle eine ganz schöne Belastung“, so Woitendorf. Er hoffe, dass die neuen Fälle nicht so gravierend werden. Bei Tribsees führt zurzeit eine 800 Meter lange Behelfsfahrbahn über das Moor, von 2020 an soll die Fahrbahn wieder aufgebaut werden.

Von Frank Pubantz

Die Zahl der Kirchenmitglieder wird in den kommenden Jahren dramatisch sinken. In dem Schrumpfprozess liegt für die Kirchen auch eine Chance, meint unser Kommentator.

05.05.2019

Die Polizei in Oldenburg hat am Donnerstag einen 24-Jährigen festgenommen. Er soll in die Wohnung einer 80-Jährigen eingebrochen sein und sie missbraucht haben. Der Tatverdächtige befindet sich in Untersuchungshaft.

02.05.2019

Vor zehn Jahren brachte Lars Grossmann aus Schwarmstedt Aronia nach Niedersachsen. Inzwischen setzen immer mehr Anbauer in Niedersachsen auf die gesunde, herbe Apfelbeere.

05.05.2019