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Der Norden Niedrigwasser an Elbe steuert auf Rekordtief zu
Nachrichten Der Norden Niedrigwasser an Elbe steuert auf Rekordtief zu
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17:22 17.08.2018
Das Niedrigwasser an der Elbe nähert sich einem Rekordtief wie hier im Raum Schnackenburg. Quelle: dpa
Neu Darchau

Wegen der Trockenheit könnte der Wasserspiegel der Elbe auf einen historischen Tiefststand sinken. Am Pegel Neu Darchau im Landkreis Lüchow-Dannenberg wurden am Freitag mit 69 Zentimetern nur zwei mehr als 1947 gemessen, wie ein Sprecher des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Freitag mitteilte. 1947 war dort der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1892 dokumentiert worden. Der durchschnittliche Wasserstand liegt in Neu Darchau bei fast drei Metern. An sich sei ein Niedrigwasser in den Sommermonaten nicht ungewöhnlich, betonte NLWKN-Sprecher Carsten Lippe, auch wenn die derzeitige Situation bemerkenswert sei.

Der Wasserspiegel der Elbe könnte auf einen historischen Tiefststand sinken. Zwar sei Niedrigwasser im Sommer nicht ungewöhnlich. Die derzeitige Situation ist nach Angaben von Experten allerdings bemerkenswert.

Aus wasserwirtschaftlicher Sicht entspanne sich die Lage jedoch etwas, erklärte Lippe. Wichtig sei vor allem, wie viel Wasser pro Sekunde eine bestimmte Stelle am Fluss passiert. „Betrachtet man die Abflusswerte, so liegen trotz teils rekordverdächtiger Wasserstände die aktuellen Abflüsse von den bekannten niedrigsten Niveaus noch deutlich entfernt“, sagte Lippe. Um die chemischen und biologischen Auswirkungen einschätzen zu können, wird seit dem 16. Juli ein zwischen den Bundesländern abgestimmtes Messprogramm durchgeführt. „Die Messwerte, die uns etwa von der Gütemessstation Schnackenburg vorliegen, zeigen derzeit noch ein vergleichsweise entspanntes Bild, wenn es um die Sauerstoffsituation im Fluss geht“, sagte er.

Weitere Einschränkungen im Fährverkehr?

Im Juli hatte die Fähre „Tanja“ zwischen Neu Darchau und Darchau den Dienst einstellen müssen. Sollte auch die „Amt Neuhaus“ zwischen Bleckede und Neu Bleckede nicht mehr fahren können, so würde das für Pendler lange Umwege zur Folge haben, wie der NDR berichtete.

Die Trockenheit wirkt sich auch auf den Schiffsverkehr auf der Elbe aus: Güterschiffe müssen wegen des Niedrigwassers ausweichen. Und auch der Fährverkehr ist betroffen.

Weil die Elbe seit einiger Zeit Niedrigwasser führt, tauchen entlang des Flussbetts immer wieder Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg auf. Die Polizei warnt davor, sich den alten Sprengkörpern zu nähern.

Von RND/dpa

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