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Der Norden Vogelfänger unterwegs – Polizei ermittelt wegen Tierquälerei
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Melle: Vogelfänger unterwegs – Polizei ermittelt wegen Tierquälerei

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16:48 21.10.2019
Gefährliche Falle: Japannetze aus sehr dünnen Kunststofffäden sind für Vögel und Fledermäuse fast unsichtbar. Quelle: Polizeiinspektion Osnabrück
Hannover

Am Flugplatz Melle-Grönegau im Landkreis Osnabrück sind Netze zum illegalen Vogelfang gefunden worden. Die Polizei ermittele nun wegen Verstoßes gegen Tier- und Naturschutzgesetze, teilte ein Sprecher am Montag mit. Passanten hatten die Polizei verständigt, nachdem sie am Samstag ein großflächig gespanntes Nylonnetz gefunden hatten.

Bis zum Eintreffen der Beamten hatten die Zeugen bereits vier Vögel lebend daraus befreit. Das sogenannte Japannetz aus sehr dünnen Kunststofffäden sei für Vögel und Fledermäuse fast unsichtbar, sagte der Sprecher.

Vogelfang ist EU-weit verboten

In der Nähe wurden ein weiteres Fangnetz in Bodennähe und ein Netzknäuel gefunden. Der illegale Vogelfang könnte bereits längere Zeit betrieben worden sein, vermutet deshalb die Polizei. Das Fangen von Vögeln sei in der EU seit Anfang der 1980er Jahre grundsätzlich verboten, erklärte der Sprecher. Die entdeckten Netze seien eine Gefahrenquelle für besonders aktive Vögel, die sich nach dem Fang darin selbst erdrosseln können.

Einen legalen Einsatz der Netze gibt es nur für wissenschaftliche Zwecke wie etwa Vogelberingungen.

Von RND/dpa

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