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Der Norden Missbrauchsprozess in Hildesheim: Aussage erneut verschoben
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Missbrauchsprozess in Hildesheim: Aussage erneut verschoben

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12:29 07.02.2020
Angeklagt in Hildesheim: Die beiden Angeklagten sollen Kinder missbraucht haben. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hildesheim/Gifhorn

Die Aussage eines Opfers im neu aufgerollten Hildesheimer Prozess um den Missbrauch mehrerer Mädchen in einer Wohngruppe ist erneut verschoben worden. Die Frau habe sich nach einem Unfall verspätet, daher sei die Vernehmung auf den kommenden Mittwoch verschoben worden, sagte ein Sprecher des Landgerichts Hildesheim am Freitag. Schon der ursprünglich geplante Termin der Aussage war verschoben worden, weil die Anwältin der Zeugin an dem Tag nicht hatte teilnehmen können. Der Sprecher geht davon aus, dass die Öffentlichkeit bei der Aussage der Zeugin ausgeschlossen werde. (Az.: 14 KLs 6 Js 3779/19)

Mädchen soll tagelang in einen Hundekäfig gesperrt worden sein

In dem Prozess geht es um den Missbrauch mehrerer Mädchen in einer familienähnlichen Wohngruppe in Gifhorn. Das Ehepaar, das nun vor Gericht steht, hatte bis zum Bekanntwerden der Vorwürfe im vergangenen Januar Kinder betreut. Der 57 Jahre alte Erzieher soll laut Anklage in den Jahren 1998 bis 2007 Mädchen sexuell missbraucht und misshandelt haben, seine 60 Jahre alte Ehefrau ist mitangeklagt. Ihr wird vorgeworfen, nicht eingeschritten zu sein, als ihr Mann ein Mädchen zwang, über Tage Windeln zu tragen. Auch soll ein Mädchen tagelang in einen Hundekäfig gesperrt worden sein.

Der Fall wird neu verhandelt, nachdem ein erstes Verfahren im Herbst 2019 ausgesetzt worden war. Ermittler hatten neue Akten eingereicht. Die Eheleute wollten sich zu Prozessbeginn Anfang Januar nicht äußern.

Von RND/lni

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