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Der Norden Der Moorbrand ist auch aus dem Weltall zu sehen
Nachrichten Der Norden Der Moorbrand ist auch aus dem Weltall zu sehen
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11:40 19.09.2018
Rauchwolken steigen beim Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD 91) in Meppen auf. Quelle: dpa
Meppen

Die Lage bei dem Moorbrand auf einem Bundeswehr-Schießplatz bei Meppen ist weiter angespannt. Nach Auskunft einer Bundeswehrsprecherin waren Einsatzkräfte auch am Mittwoch mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Derzeit werde ein neues Lagebild erstellt. Am Dienstagabend hatte es starken Brandgeruch und Sichtbehinderungen im Nordwesten von Niedersachsen und im mehr als 100 Kilometer entfernten Bremen gegeben.

Am Mittwoch wirkte sich der Brand wieder vor allem auf das nähere Umland aus. „Wir konnten die Warnung auf den Kreis Emsland eingrenzen“, sagte ein Sprecher der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen.

Am Vorabend waren auch die Bewohner der Kreise Oldenburg, Verden, Cloppenburg, Vechta und Diepholz sowie Bremen betroffen gewesen. In der Hansestadt hatte es Hunderte Notrufe gegeben.„Wir mussten das Personal in der Leitstelle aufstocken“, berichtete der Bremer Feuerwehrsprecher. Er wiederholte dabei seine Kritik, dass es keine ausreichenden Informationen über das Geschehen auf Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle bei Meppen gebe. „Wir haben keinerlei Prognose“, sagte er.

Auf einem Testgelände der Bundeswehr im Emsland wütet seit Anfang September ein rund fünf Quadratkilometer großer Moorbrand. Die Truppe hat unter anderem Unterstützung der Berufsfeuerwehr Hannover angefordert, um die Flammen zu löschen.

Brandgeruch auch am Steinhuder Meer

Auch in der Region Hannover haben mehrere Menschen am Dienstagabend einen Brandgeruch vernommen. Vor allem aus Großenheidorn und Steinhude gingen deshalb Anrufe bei der Feuerwehr ein. „Nach Rücksprache mit der Leitstelle ist dieser auf den großen Vegetationsbrand in Meppen zurückzuführen“, sagte Feuerwehrsprecher Marvin Nowak. Es bestehe jedoch kein Grund zur Beunruhigung.

Auch die Region Hannover sieht derzeit keine Gefahr für die Menschen vor Ort. „Wir gehen nicht davon aus, dass sich der Rauch in Richtung Hannover ausbreiten wird“, sagte die Pressesprecherin Carmen Pförtner. „Wir werden die Lage aber im Blick behalten.“

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) schließt ebenfalls aus, dass der Rauch aus Meppen bis nach Hannover dringen wird. „Wir haben momentan Südwestwind“, erklärte ein Meteorologe des DWD. Daher würden die Rauchwolken voraussichtlich weiter in Richtung Bremen ziehen. Die Sonne und die hohen Temperaturen seien jedoch für die Einsatzkräfte vor Ort nicht optimal. Der DWD erwartet erst für Freitag einen Wetterumschwung inklusive Regen. „Das dürfte die Löscharbeiten vor Ort sicherlich begünstigen“, sagte der Meteorologe.

Moorbrand aus dem All zu sehen

Die Rauchwolken im Emsland sind mittlerweile so dicht, dass der Moorbrand sogar aus dem Weltall zu sehen ist. Dies zeigt eine Satelitenaufnahme des DWD vom Dienstagabend. Auch darauf ist zu erkennen, dass sich die Rauchwolke in nordöstlicher Richtung ausbreitet.

Mehr als 300 Einsatzkräfte

Der Brand auf dem Übungsplatz war vor zwei Wochen entstanden, als von einem Bundeswehr-Hubschrauber Raketen abgefeuert wurden und den Boden entzündeten. Die Feuerwehr Hannover unterstützt die Bundeswehr beim Löschen des Brandes.

Nach Auskunft eines Bundeswehr-Sprechers vom Dienstagabend versuchen derzeit mehr als 300 Einsatzkräfte der Bundeswehr, des Technischen Hilfswerks (THW) und von Feuerwehren aus dem Umland, den Brand zu löschen. Moorbrände gehören zu den sehr schwierig zu bekämpfenden Feuern.

Von dpa/Marcel Sacha/RND

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