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Der Norden Wechsel an der Spitze des NDR steht bevor
Nachrichten Der Norden

Neuer Intendant: Knuth soll beim NDR auf Marmor folgen

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19:51 12.06.2019
Joachim Knuth könnte bald an die Spitze der Vierländeranstalt rücken. Quelle: NDR/Christine Raczka
Hannover

Eine gewichtige Personalie steht am Freitag auf der Tagesordnung des NDR-Verwaltungsrates, der in Hamburg zusammenkommt – es geht um den Vorschlag für die Wahleines neuen Intendanten. Nach einer schwierigen Suche, die mit allerlei Reibungen verbunden war, dürfte die Entscheidung nach HAZ-Informationen für den bisherigen Programmdirektor Hörfunk, Joachim Knuth, fallen. Er ist der klare Favorit der Gremien für die Nachfolge von Intendant Lutz Marmor, dessen Amtszeit noch bis Anfang 2020 läuft.

Seit Ende März Stellvertreter

Knuth war erst Ende März dieses Jahres vom NDR-Rundfunkrat zum neuen stellvertretenden NDR-Intendanten gewählt worden und soll in dieser Funktion am 1. Juli den bisherigen Chef des Landesfunkhauses Hannover, Arno Beyer, ablösen. Das Vorschlagsrecht für derlei Positionen hat der zwölfköpfige Verwaltungsrat des NDR.

Dass bereits vor der Wahl Knuths zum stellvertretenden Intendanten Informationen aus diesem Gremium herausgesickert waren, hat beim großen Rundfunkrat und in einigen Landesfunkräten „erhebliche Friktionen“ ausgelöst, wie es heißt. Deshalb wurden die Verwaltungsratsmitglieder über die anstehende Wahl des neuen NDR-Intendanten zum Stillschweigen verdonnert. Verwaltungsratschef Ulf Birch sagt denn auch auf HAZ-Anfrage kein Wort zum Prozedere. Doch heißt es aus den Gremien, dass alles auf den Vizeintendanten Knuth als Mamor-Nachfolger zulaufe.

Marmor, der seit 2008 die Vier-Länder-Anstalt leitet, hätte wohl gern seine Amtszeit noch um zwei, drei Jahre verlängert. Eine Amtsperiode währt aber sechs Jahre. Dem 65-Jährigen wird von vielen Seiten eine ausgezeichnete Arbeit bescheinigt, er sei ein „Workaholic“, der den NDR vorangebracht habe. Doch gegen eine weitere sechsjährige Amtszeit spreche nun einmal die Tatsache, dass er bei voller Ausschöpfung der Wahlperiode über 70 Jahre alt wäre. Und das sei nun wirklich kein so gutes Signal, heißt es.

Erfolglos auf Frauensuche

Gern hätten die Gremien eine Frau an die Spitze des NDR gesetzt, die Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Patricia Schlesinger, wurde dafür gehandelt oder auch „Panorama“-Chefin Anja Reschke. Doch Reschke habe noch zu wenig Personalführungserfahrung, hieß es weiter. Und die gebürtige Hannoveranerin Schlesinger sei gerade einmal drei Jahre beim RBB: „Da wechselt man noch nicht.“

„Kein Übergangskandidat“

Der Verwaltungsrat wird am Freitag seinen Personalvorschlag präsentieren, der im 58-köpfigen Rundfunkrat eine Zweidrittelmehrheit bräuchte. Knuth, 59 Jahre alt, gilt als hervorragender Journalist, der keineswegs ein Übergangskandidat sei, so die Meinung in den Gremien. Der gebürtige Kieler ist seit 2008 Programmdirektor des NDR-Hörfunks. Der Rundfunkrat tritt am 5. Juli zu seiner nächsten Sitzung vor der Sommerpause zusammen.

Von Michael B. Berger

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