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Niedersachsen holt mehr Geld von unterhaltspflichtigen Eltern zurück

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08:24 17.05.2020
Niedersachsen ist erfolgreicher dabei geworden, vorgestreckte Unterhaltszahlungen für Kinder von den zahlungspflichtigen Eltern zurückzuholen. Quelle: Uwe Anspach/dpa/Symbolbild
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Hannover

Niedersachsen ist erfolgreicher dabei geworden, vorgestreckte Unterhaltszahlungen für Kinder von den zahlungspflichtigen Eltern zurückzuholen. Ein Jahr, nachdem Land und Kommunen vereinbart hatten, konsequenter gegen die säumigen Eltern vorzugehen, ist die sogenannte Rückgriffsquote von rund 13 auf fast 17 Prozent gestiegen. Das teilte das Sozialministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Damit liege Niedersachsen bundesweit im Durchschnitt. Wegen der Corona-Krise sei allerdings damit zu rechnen, dass die Summe der Vorschusszahlungen dieses Jahr steigt und die Rückholquote wieder sinkt.

Summe beläuft sich auf etwa 227 Millionen Euro

Wenn Elternteile den Unterhalt für ihre Kinder nicht zahlen, schießt der Staat das Geld vor – doch mit der Rückzahlung hapert es dann oft. Im Jahr 2019 belief sich die Summe des Unterhaltsvorschusses in Niedersachsen auf etwa 227 Millionen Euro für rund 86000 Kinder und Jugendliche. Die Kosten verteilen sich zu je 40 Prozent auf den Bund und das Land und zu 20 Prozent auf die Kommunen. Von den Rückzahlungen dürfen die Kommunen zwei Dritte behalten.

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„Mit dem Unterhaltsvorschuss leistet der Staat einen wichtigen Beitrag, um Alleinerziehende finanziell zu unterstützen“, sagte Sozialministerin Carola Reimann (SPD). „Das senkt ihr Armutsrisiko und ist in erster Linie zum Wohl der Kinder gut investiertes Geld. Aber dieses Steuergeld muss auch weiterhin konsequent von den Unterhaltspflichtigen zurückgeholt werden.“

Von dpa/lni

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