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Der Norden Leysieffer meldet Insolvenz an
Nachrichten Der Norden Leysieffer meldet Insolvenz an
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17:40 02.04.2019
Feinste Süsswaren: Chocolaterie der Firma Leysieffer. Quelle: Jochen Lübke
Osnabrück

Der bundesweit bekannte Confiseriehersteller Leysieffer hat Insolvenz angemeldet. Von der Zahlungsunfähigkeit sind 350 Mitarbeiter betroffen, davon etwa ein Drittel am Stammsitz in Osnabrück, berichtete am Dienstag die „Neue Osnabrücker Zeitung“. Demnach wurde am Dienstag vor dem Amtsgericht ein Antrag auf Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestellt. In einer Mitteilung informierte das Familienunternehmen über die Krise, ohne auf die Gründe der Zahlungsunfähigkeit einzugehen. Jan Leysieffer bleibe als Geschäftsführer im Amt und sei auch „voll handlungsfähig“, heißt es in der Erklärung, der Geschäftsbetrieb des Traditionsunternehmens laufe uneingeschränkt und in vollem Umfang weiter. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen seien auf einer Betriebsversammlung über das Verfahren und die weiteren Schritte informiert worden. Ihre Löhne und Gehälter würden durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit bis Ende Mai 2019 gesichert.

Leysieffer sucht Sanierungskurs

Die Pressemitteilung zitiert den mit der Sanierung beauftragten Rechtsanwalt Joachim Walterscheid mit den Worten: „Tradition und die Herstellung von hochwertigen Qualitätsprodukten ist heute leider kein Erfolgsgarant mehr, daher nutzt das Unternehmen die Chancen einer nachhaltigen Sanierung“. Leysieffer hat sich mit der Herstellung hochwertiger Confiserieerzeugnisse einen Namen gemacht. Zum Unternehmen gehören Confiserien, Bistros und Cafés an fast 30 Standorten in Deutschland. Auch in Peking gibt es eine Filiale. Das Osnabrücker Familienunternehmen besteht seit 1909. Seit Ende 2003 wird es in vierter Generation von Jan Leysieffer geführt.

Von Volker Goebel

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