Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Pflegekräfte in Niedersachsen: Zahl der Bewerber auf niedrigstem Stand seit 2007
Nachrichten Der Norden

Pflegekräfte in Niedersachsen: Zahl der Bewerber auf niedrigstem Stand seit 2007

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:01 14.07.2019
Der Personalmangel in der Pflege hat sich laut einem NDR-Bericht verschärft.
Der Personalmangel in der Pflege hat sich laut einem NDR-Bericht verschärft. Quelle: Jana Bauch/dpa
Anzeige
Hannover

Der Personalmangel in der niedersächsischen Pflege hat sich nach NDR-Informationen weiter verschärft. Die Zahl der Bewerbungen von examinierten Pflegefachkräften in der Gesundheits- und Krankenpflege liege zurzeit auf einem Tiefstand, berichtete das Fernsehmagazin „Hallo Niedersachsen“ am Sonntag. Im Juni hätten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit den 965 in Niedersachsen gemeldeten offenen Stellen 315 Bewerber gegenübergestanden.

Bewerberzahl auf niedrigstem Stand seit 2007

„Wir bräuchten tatsächlich zehnmal so viele Bewerber wie aktuell vorhanden sind“, sagte die Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit in Hannover, Sonja Kazma, dem NDR. Rechnerisch benötige man mindestens drei Bewerber oder Bewerberinnen pro Stelle, um sie passend besetzen zu können. Die Zahl der Bewerber im ersten Halbjahr liege auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2007.

Lesen Sie auch: Warum geht es den Krankenhäusern in Hannover so schlecht?

„Kliniken kommen an ihre Grenzen“

„Die Kliniken kommen deutlich an ihre Grenzen. Und für die Patientinnen und Patienten bedeutet das, dass sie mit weiteren Wegen rechnen müssen“, sagte der stellvertretende Geschäftsführer der niedersächsischen Krankenhausgesellschaft, Marten Bielefeld. Anfang Juli hatte der Verband mitgeteilt, dass 34 Prozent der Kliniken im Bundesland im ersten Quartal Betten auf der Intensivstation sperren mussten, weil sie zu wenig Personal hatten.

Seit Januar gelten bundesweit gesetzliche Personalvorgaben für die Intensivmedizin, die Geriatrie und die Unfallchirurgie. Sie regeln, wie viele Pflegerinnen mindestens für eine bestimmte Anzahl von Patienten beschäftigt sein müssen. Ist der Schlüssel nicht erfüllt, bleibt den Kliniken oft kein anderer Weg, als Betten zu sperren.

Kommentar: Der Kampf um die Krankenpflege

Von RND/lni