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Der Norden Rangierunfall in Wolfsburg: Zugverkehr auch Sonnabend stark beeinträchtigt
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Rangierunfall in Wolfsburg: Bahnhof gesperrt, Zugverkehr stark beeinträchtigt

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18:58 24.09.2021
Dieser Enno-Zug sprang am Freitagmorgen aus dem Gleis.
Dieser Enno-Zug sprang am Freitagmorgen aus dem Gleis. Quelle: Britta Schulze
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Wolfsburg

Die Entgleisung eines Zugs in Wolfsburg hat am Freitag zu erheblichen Ausfällen und Verspätungen geführt. Nach dem Rangierunfall am frühen Morgen konnten Fernzüge den Hauptbahnhof nicht mehr anfahren. Zahlreiche Züge wurden umgeleitet, wie ein Bahnsprecher sagte. Betroffen waren vor dem Wochenende ICE- und IC-Züge auf den Strecken Berlin-Bonn, Berlin-Basel, Berlin-Amsterdam und Berlin-Frankfurt Flughafen. Auch der Güterverkehr war beeinträchtigt.

Unfall verursacht Millionen-Schaden – Bergung dauert an

Nach ersten Ermittlungen hatte ein Lokführer beim Rangieren gegen 5.00 Uhr ein Signal übersehen. Der Zug des Bahnunternehmens Enno geriet dadurch auf ein sogenanntes Notgleis, das nach wenigen Metern endet. Die ersten drei Waggons sprangen aus den Schienen, rammten einen Strommast und rissen eine Oberleitung herunter, wie die Bundespolizei mitteilte.

Die entgleisten Waggons kamen dann im Schotter zum Stehen. Der Lokführer erlitt einen Schock und musste medizinisch betreut werden. Fahrgäste waren nicht im Zug. Ersten Schätzungen zufolge entstand ein Schaden in Millionenhöhe.

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Nach dem Unfall war der Zugverkehr rund um den Wolfsburger Hauptbahnhof erheblich eingeschränkt. Neben den Zügen der Deutschen Bahn waren auch Enno-Züge betroffen. So starteten und endeten Züge auf der Strecke Hildesheim–Braunschweig–Wolfsburg im angrenzenden Bahnhof Fallersleben. Nach Wolfsburg wurden dann Busse eingesetzt.

Die Bergungsarbeiten dauerten bis in die Abendstunden. Spezialfahrzeuge und Kräne wurden angefordert, um den Zug wieder aufs Gleis zu setzen und die Oberleitung aufzurichten. Wie lange die Arbeiten dauern, war unklar. Ein Bahnsprecher rechnete damit, dass es auch am Wochenende zu Beeinträchtigungen kommen wird.

Von RND/dpa