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Der Norden Problemwolf in Niedersachsen: Abschussgenehmigung wieder verlängert
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Rodewalder Rüde: Abschussgenehmigung für Wolf wieder verlängert

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13:20 27.12.2019
Das niedersächsische Umweltministerium versucht weiter mit Hochdruck, den Rodewalder Rüden zu lokalisieren und zu töten. Quelle: dpa
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Hannover

Die Genehmigung zum Abschuss eines Wolfes im Landkreis Nienburg ist abermals um einen Monat bis Ende Januar verlängert worden. Wie das niedersächsische Umweltministerium am Freitag mitteilte, wird weiter mit Hochdruck versucht, den Wolf zu lokalisieren und zu töten. Seit knapp einem Jahr versuchen Spezialisten im Auftrag des Ministeriums ergebnislos, den Rodewalder Rüden zu erlegen.

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Dies hat nicht nur zu immensen Kosten, sondern auch zu Missmut bei der örtlichen Bevölkerung und dem Ministerium geführt. Wie das Ministerium betonte, besteht weiterhin die Gefahr, dass der Rüde erneut Nutztiere angreift und andere Wölfe ihm das Überspringen von Schutzzäunen abschauen. Das Revier des Rudels erstreckt sich auf Teile des Landkreises Nienburg, des Heidekreises und der Region Hannover.

Rodewalder Rüde darf geschossen werden

Wölfe sind artenschutzrechtlich streng geschützt. Der Rodewalder Rüde darf abgeschossen werden, weil er wolfsabweisende Zäune überwunden und Rinder in einer Herde angegriffen hat. Umweltminister Olaf Lies (SPD) will im Frühjahr eine Verordnung auf den Weg bringen, die das Abschießen aggressiver Wölfe erleichtern soll. Vor allem soll die Jägerschaft damit eine Rechtsgrundlage erhalten, Wölfe aus problematischen Rudeln zu jagen. Die Zahl der Wölfe in Niedersachsen liegt inzwischen bei mehr als 200. Es gibt 23 Rudel, 6 Paare sowie zusätzlich noch einzelne Wölfe.

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Von RND/lni