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Der Norden SPD-Politiker soll Hitlergruß gezeigt und „Sieg Heil“ gerufen haben
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SPD-Politiker von Langeoog soll Hitlergruß gezeigt und „Sieg Heil“ gerufen haben

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18:10 10.07.2019
Ärger für die ostfriesische SPD: Es geht um ein Mitglied des Ortsvereins Langeoog. Quelle: Ingo Wagner/dpa
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Aurich/Langeoog

Der ostfriesischen SPD steht nach der Affäre um den Landtagsabgeordneten Jochen Beekhuis neuer Ärger ins Haus. Die Staatsanwaltschaft Aurich ermittelt gegen ein SPD-Mitglied von der Insel Langeoog wegen des Vorwurfs, den Hitlergruß gezeigt zu haben. Es laufe ein Verfahren wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, sagte Sprecher Jan Wilken am Mittwoch nach einem entsprechenden Bericht der „Ostfriesen-Zeitung“. Der Fall liege seit Juni bei der Staatsanwaltschaft.

Der Anwalt des Betroffenen wies die Vorwürfe im Namen seines Mandanten als „haltlos“ zurück. „Mein Mandant lehnt nationalsozialistisches Gedankengut ab. Er ist Mitglied der SPD und identifiziert sich in keiner Weise mit nationalsozialistischen Überzeugungen. Die Behauptung, mein Mandant zeige den Hitler-Gruß und rufe „Sieg Heil!“, ist vollkommen absurd“, hieß es einem Schreiben des Anwaltes. Sein Mandant müsse davon ausgehen, dass die Strafanzeige mit dem Ziel gestellt worden sei, ihn zu schädigen.

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Der Zeitung zufolge soll das SPD-Mitglied wiederholt den Hitlergruß gezeigt und „Sieg Heil!“ gerufen haben. Auf eine Anfrage der Zeitung am Dienstag habe der SPD-Funktionär nicht reagiert, schreibt das Blatt. Die Vorsitzende des SPD-Bezirks Weser-Ems, Johanne Modder, verwies auf die Unschuldsvermutung. „Für den Fall, dass sich die Vorwürfe bestätigen, erwarte ich aber, dass der Ortsverein Langeoog aktiv zur Aufklärung beiträgt“, sagte sie der Zeitung.

Fragwürdige Äußerungen in privatem Chat

Der Politiker soll dem Bericht zufolge auch in der Affäre um den SPD-Landtagsabgeordneten Beekhuis aufgefallen sein, dem vorgeworfen wird, in privaten Facebook-Chats abfällige Bemerkungen über Frauen, Homosexuelle und dicke Menschen gemacht zu haben. Seine Anwältin hatte die Vorwürfe, Beekhuis sei frauenfeindlich, homophob und behindertenfeindlich zurückgewiesen.

Von RND/dpa

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