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Der Norden Agrarpolitiker fordern Aufklärung zum Schlachthof
Nachrichten Der Norden Agrarpolitiker fordern Aufklärung zum Schlachthof
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17:13 17.10.2018
Rinderhälften in einem Schlachthof. Quelle: dpa
Hannover

Agrarpolitiker mehrerer Landtagsfraktionen fordern eine schonungslose Aufklärung der Zustände im Schlachthof Bad Iburg (Kreis Osnabrück). Das von Barbara Otte-Kinast (CDU) geführte Landwirtschaftsministerium hatte am Mittwoch auf Antrag der Grünen im Agrarausschuss über mutmaßlich bei der Anlieferung gequälte Rinder informiert. Die Grünen-Abgeordnete Miriam Staudte lobte die Arbeit der Tierschützer, die durch geheime Filmaufnahmen gravierende Missstände aufgedeckt hätten. „Wir begrüßen, dass die von uns geforderte Rotation von Kontrolleuren eingeführt werden soll“, ergänzte sie.

Die SPD-Abgeordnete Karin Logemann meinte, das Agrarministerium habe deutlich gemacht, dass es nach Erhalt der Hinweise sehr schnell gehandelt und den Betrieb geschlossen habe: „Die Justiz wird nun hoffentlich alle beteiligten Akteure der Lieferkette zur Verantwortung ziehen.“ Dagegen sprach Hermann Grupe (FDP) von einem „eklatanten Versagen der Behörden“. Er forderte die Landesregierung auf, ein Konzept zu erarbeiten, dass zukünftig für zuverlässige und breite Kontrollen sorgt, um solche Zustände unmöglich zu machen. Der Bad Iburger Schlachthof ist inzwischen geschlossen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Tierquälerei.

Von Gabriele Schulte

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