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Der Norden Nach Kochsalz-Skandal: Polizei durchsucht Impfzentrum in Schortens
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Schortens: Polizei durchsucht Impfzentrum nach Kochsalz-Skandal in Friesland

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08:55 26.08.2021
Eine Mitarbeiterin des Impfzentrums in Schortens hat eingeräumt, in mehreren Fällen Biotech-Impfstoff durch eine Kochsalzlösung ausgetauscht zu haben.
Eine Mitarbeiterin des Impfzentrums in Schortens hat eingeräumt, in mehreren Fällen Biotech-Impfstoff durch eine Kochsalzlösung ausgetauscht zu haben. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
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Oldenburg

Bei den Ermittlungen wegen möglicher Impfungen mit Kochsalzlösungen hat die Polizei am Donnerstagmorgen mehrere Räumlichkeiten durchsucht. Die Durchsuchungen fanden vor allem im Landkreis Friesland statt, teilte das Polizeipräsidium Oldenburg mit.

Die Beamten der Ermittlungsgruppe „Vakzin“ suchten demnach unter anderem im Impfzentrum Roffhausen und bei den DRK-Kreisverbänden Jeverland und Varel-Friesische Wehde nach Beweismitteln.

Krankenschwester füllt Spritzen mit Kochsalzlösung

Ermittelt wird gegen eine examinierte Krankenschwester. Sie hatte eingeräumt, am Impfzentrum in Schortens am 21. April sechs Spritzen für Corona-Schutzimpfungen überwiegend mit Kochsalzlösungen gefüllt zu haben. Ihr war beim Anmischen ein Fläschchen mit Impfstoff runtergefallen, was sie nach eigener Aussage vertuschen wollte. Vergangene Woche hatten Kreis und Polizei dann mitgeteilt, dass nach weiteren Zeugenaussagen nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Frau weitere Spritzen mit Kochsalzlösungen aufgezogen habe.

Um die möglicherweise fehlenden Impfungen nachzuholen, sollen daher knapp zehntausend Betroffene als Vorsichtsmaßnahme nachgeimpft werden.

Von RND/dpa