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Der Norden Sturmböen über Südniedersachsen: Großeinsätze für Feuerwehren
Nachrichten Der Norden Sturmböen über Südniedersachsen: Großeinsätze für Feuerwehren
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22:35 10.03.2019
Sturmschäden in Hann. Münden Quelle: Feuerwehr Hann. Münden
Hannover/Göttingen

Die Tiefdruckgebiete „Dragi“ und „Eberhard“ haben auch den Niedersachsen ein stürmisches Wochenende beschert. Nachdem „Dragi“ am Sonnabend schon Bäume entwurzelte und in Hannover Hagel mit Gewitter brachte, kämpfte am Sonntag vor allem der Süden des Landes mit ordentlich Wind.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte eine entsprechende Warnung für die Kreise Göttingen und Northeim herausgegeben. Schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 75 km/h und 100 km/h und auch Gewitter waren bis zum Abend möglich. Bislang ist das große Chaos ausgeblieben, aber die Feuerwehren hatten jede Menge zu tun.

A 7 zeitweise gesperrt

Unter anderem versperrte eine umgeknickte Birke zwei Spuren der Autobahn 7 bei Hedemünden. Die Autobahn musste Richtung Kassel zeitweise gesperrt werden. Straßensperrungen gab es im Bereich der Feuerwehr Göttingen bis zum Abend nicht. Doch sowohl die Leitstelle als auch die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte in Stadt und Landkreis hatten alle Hände voll zu tun, sagte ein Sprecher.

Im Landkreis Northeim rückten am Sonntag die Feuerwehren ebenfalls aus. Am späten Nachmittag ging dort die erste Alarmierung aufgrund des Sturms „Eberhard“ ein. Es folgten weitere Notrufe. Wie die Feuerwehr mitteilte, kam es zu Einsätzen in den Stadtgebieten Einbeck, Northeim, Dassel, Uslar, Moringen, Hardegsen, Katlenburg-Lindau und Nörten-Hardenberg. „Teilweise sind oder waren Fahrzeuge eingeschlossen, darunter auch Busse. Bäume sind insbesondere auf Straßen gestürzt“, teilte ein Sprecher mit.

Achtung Glätte: Schnee kann fallen

Auch im Rest Niedersachsens blieb es am Sonntag windig. Die Wetterexperten sagten für den Abend gebietsweise Windböen und stürmische Böen bis 70 km/h voraus. Und: Schnee. In einigen Regionen fiel sogar im Flachland Schnee und dann drohte Glätte durch Schneematsch.

Spielunterbrechung wegen Schnee in Hannover. Quelle: dpa

In Hannover hat der Schnee für ein kleines Chaos gesorgt: Die Fußball-Partie Hannover 96 gegen Bayer Leverkusen musste sogar unterbrochen werden, weil der Schnee die Seitenlinien verdeckte.

Deutsche Bahn stoppt Fernzüge in NRW

Besonders stark vom Sturmtief „Eberhard“ sind Bayern und Nordrhein-Westfalen (NRW) betroffen. Die Deutsche Bahn hat am Sonntagnachmittag den kompletten Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen eingestellt. Das Unternehmen bot seinen Fahrgästen zudem einen besonderen Service an: Alle, die am Sonntag eine Reise antreten wollten, könnten die Fahrt kostenfrei stornieren lassen.

Für Teile von NRW hatte der DWD bereits zuvor die zweithöchste Unwetter-Warnstufe ausgegeben. Sturmtief „Eberhard“ fegt teilweise mit Windstärke 12 über das Bundesland. In Bayern wurde die Partie der Fußball-Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth und Dynamo Dresden wegen Sicherheitsbedenken abgesagt.

Von RND/vam/ne

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