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Staatsanwaltschaft Göttingen: Baby totgefahren - Unfallfahrer angeklagt

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20:18 25.05.2020
Der Säugling wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Göttinger Uni-Klinik geflogen. Dort starb er.
Der Säugling wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Göttinger Uni-Klinik geflogen. Dort starb er. Quelle: Alexander Körner (Symbolbild)
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Göttingen

Der Tod eines wenige Wochen alten Säuglings nach einem schweren Verkehrsunfall im Kreis Göttingen bekommt jetzt ein strafrechtliches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat einen 26 Jahre alten Pkw-Fahrer aus dem Landkreis Göttingen wegen vorsätzlicher Straßenverkehrsgefährdung und fahrlässiger Tötung vor dem Schöffengericht Göttingen angeklagt.

Der 26-Jährige hatte im Juli vergangenen Jahres auf der Landesstraße zwischen Kerstlingerode und Bischhausen mit seinem Pkw einen Kinderwagen erfasst, in dem ein sechs Wochen altes Mädchen lag. Das schwer verletzte Baby wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Göttinger Uni-Klinik geflogen, wo es verstarb. Die Mutter des Kindes erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen und einen Schock.

Fahrer blieb unverletzt

Die 35-Jährige war mit ihrem Baby und zwei Hunden spazieren gewesen, als am Ortsausgang von Kerstlingerode plötzlich ein Auto auf sie zukam und den Kinderwagen am Straßenrand erfasste. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Unfallfahrer betrunken und abgelenkt gewesen sein. Die Untersuchungen hätten einen Alkoholwert von 1,26 Promille ergeben, sagte Behördensprecher Andreas Buick. Außerdem soll der 26-Jährige zur Unfallzeit mit seinem Smartphone hantiert und Musik gehört haben. Er blieb bei dem Unfall unverletzt.

Die Polizei hatte damals bei ihm eine Blutprobe angeordnet und seinen Führerschein sichergestellt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden außerdem das Auto und das Smartphone des Fahrers beschlagnahmt.

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Von Heidi Niemann