Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Talsperren im Harz sind wieder fast voll
Nachrichten Der Norden Talsperren im Harz sind wieder fast voll
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 18.01.2019
Die Innerste-Talsperre ist binnen weniger Wochen wieder zu knapp 90 Prozent vollgelaufen. Noch Ende November war der Stausee im Harz weitgehend ausgetrocknet. Quelle: Foto: Chris Gossmann
Hildesheim

Nach dem historischen Tiefstand in der Innerste-Talsperre geben die Harzwasserwerke Entwarnung: Nach ergiebigen Regenfällen sei die Trinkwasserversorgung in weiten Teilen Niedersachsens für das laufende Jahr wieder gesichert. Selbst wenn es nach 2018 erneut ein ungewöhnlich trockenes Jahr geben sollte, reichten die Reserven in den Talsperren des Harzes aus, erklärten die Harzwasserwerke als Betreiber am Montag. Es sei zuletzt zu einem teils massiven Anstieg der Wasserstände in den Stauseen gekommen, berichtete das Unternehmen mit Sitz in Hildesheim. Sollten die Niederschläge anhalten, drohen nun sogar Überschwemmungen.

Während die meisten Harz-Talsperren nur langsam wieder volllaufen, geht das bei der Innerste-Talsperre sehr schnell. Noch Anfang Dezember war der Füllgrad des Stausees auf 21,4 Prozent gesunken. Um gegenzusteuern, leiteten die Harzwasserwerke sogar erstmals Wasser aus den Teichen des Oberharzer Wasserregals in die Innerste-Talsperre ab.

Zugleich setzten Anfang Dezember kräftige und kontinuierliche Niederschläge ein. Am vergangenen Wochenende und auch am Montag sorgte zudem Tauwetter im Oberharz noch einmal für einen sprunghaften Anstieg des Zuflusses in die Talsperre. Bis Montagabend war der Füllgrad auf knapp 90 Prozent gestiegen.

Talsperre ist fast voll

Was für die Trinkwasserversorgung gut ist, könnte schnell zu Problem werden, wenn die Talsperre zu voll ist, um drohende Regen- und Schmelzwasserfluten aus dem Harz abzufangen. In den nächsten vier Wochen rechnen die Harzwasserwerke mit normalen oder sogar überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen. Um in der Talsperre genug Platz zu haben, um drohende Hochwasser abzufedern, könnten die Harzwasserwerke sich bald gezwungen sehen, die Schotte noch mehr zu öffnen.

Auch in anderen wichtigen Harz-Talsperren ist der Füllgrad zuletzt deutlich gestiegen – vor allem in der Söse-Talsperre, die gestern zu 75 Prozent gefüllt war, aber auch an den Stauseen von Grane, Ecker, Oker und Oder, die zwischen 55 und 65 Prozent gefüllt sind.

Anlage soll an Klimawandel angepasst werden

Harzwasserwerke-Chef Christoph Donner forderte am Montag mit Blick auf das schwere Sommer-Hochwasser 2017 und die Trockenperiode 2018, „langfristig die Anlagen dem Klimawandel anzupassen“. Ein Weg wäre, die Kapazitäten der Talsperren zu erhöhen, um für Trockenperioden länger Wasser speichern zu können. Zumindest müssten aber mehr Verbindungen zwischen den einzelnen Stauseen geschaffen werden.

Das Unternehmen hat deshalb zusammen mit dem niedersächsischen Umweltministerium einen Förderantrag an die EU gestellt, um mögliche Maßnahmen wissenschaftlich analysieren zu lassen. Eine Entscheidung über den Zuschlag steht noch aus.

Von Tarek Abu Ajamieh

Es muss ihm wie eine Ewigkeit vorgekommen sein: Ein 18-Jähriger aus dem Kreis Harburg ist mit dem Fahrrad in eine Baugrube gefallen und erlitt dabei mehrere Knochenbrüche. Hilfe bekam der junge Mann erst nach mehreren Stunden.

14.01.2019

Keine Lust mehr auf nieseliges Winterwetter? In Niedersachsen gibt es zahlreiche Thermen und Wellnessbäder, die einen Besuch lohnen. Welche das sind, lesen Sie hier.

15.01.2019

Dieser Winter stellt die Harzer Schmalspurbahn vor besondere Herausforderungen. Nachdem zwei Züge am Brocken in Schneewehen stecken geblieben waren und aufwendig befreit werden mussten, bleibt der Verkehr vorerst eingestellt.

14.01.2019