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Der Norden 1,4 Millionen Besucher beim Hafengeburtstag
Nachrichten Der Norden 1,4 Millionen Besucher beim Hafengeburtstag
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17:40 13.05.2012
Mit Aida und Feuerwerk haben 1,4 Millionen Menschen in Hamburg den Hafengeburtstag gefeiert. Quelle: dpa
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Hamburg

Der 823. Hamburger Hafengeburtstag hat als größtes Hafenfest der Welt rund 1,4 Millionen Besucher angelockt. Von Freitag bis Sonntag strömten Gäste aus zahlreichen Ländern in die Hansestadt. Höhepunkt war die Taufe des Kreuzfahrtriesen „AIDAmar“. Auch die Einlaufparade und ein Schlepper-Ballett zählten zu den Highlights. Die Gäste tummelten sich an rund 500 Buden und an Bord der mehr als 300 Schiffe.

Zehntausende drängten sich am Samstagabend an den Landungsbrücken und am Elbrand vor der Fischauktionshalle, um die 252 Meter lange „AIDAmar“ zu bestaunen - und ihre drei Schwesterschiffe sowie ein Feuerwerk auf einer Breite von drei Kilometern Länge.„Wegen der Schiffstaufe sind wir zum Hafengeburtstag gekommen“, sagte die 24-jährige Sandra aus Freilassing in Bayern.

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Für große Augen sorgte die Einlaufparade der über 300 Schiffe am Freitag, angeführt von der deutschen Marinefregatte „Mecklenburg-Vorpommern“. Zum traditionellen Schlepperballet am Samstag kamen ebenfalls Zehntausende an die Kaimauer, um die über 5000 PS starken Hafenschlepper zu Melodien von James Last und Freddy Quinn über das Wasser schunkeln zu sehen.

Partnerland des Hafengeburtstags war in diesem Jahr Indien. Der indische Handelsminister Anand Sharma und Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hatten das Fest am Freitag an Bord des Museumsschiffs „Rickmer Rickmers“ eingeläutet. Indische Tänzerinnen führten eine Parade vom Eröffnungsgottesdienst im „Michel“ hinunter zu den Landungsbrücken an. Der Subkontinent präsentierte sich an den drei Tagen neben der Fischauktionshalle mit Kunsthandwerk, Yoga und kulinarischen Spezialitäten. Auch ein indisches Schiff stattete dem Hafen einen Besuch ab, die INS „Teg“.

Weitere Blickfänge auf dem Wasser waren vor allem die fünf Windjammer „Mir“, „Kruzenshtern“, „Alexander von Humboldt II“, „Star Flyer“ und „Dar Mlodziezy“ und neun Kreuzfahrtschiffe, unter ihnen die „Queen Mary 2“.

Die Besucherzahlen vom Vorjahr wurden knapp verfehlt - damals kamen bei strahlendem Sonnenschein rund 1,5 Millionen Gäste. „Bei dem Regen sind einige vielleicht eher zu Hause geblieben“, sagte Sprecherin Saskia Jöhnk. Für einen neuen Rekord sorgten die „Open-Ship“-Aktionen: Mehr als 65.000 Gäste besichtigten die Schiffe - vom U-Boot bis zum Großsegler war fast alles vertreten. „Ich war noch nie auf einem so großen Segler“, sagte der Baseler Thomas Starck, als er in der Schlange vor dem Großsegler „Kruzenshtern“ anstand.

Nach Polizeiangaben blieb das Fest an allen drei Tagen ruhig und friedlich. Einziger Zwischenfall: Am Samstag kenterte ein Sportboot mit drei Jugendlichen an Bord. Sie wurden nass, aber unverletzt an Bord eines vorbeifahrenden Schiffes gezogen.

Am Rande der Veranstaltung protestierten am Samstagmittag rund zwei Dutzend NABU-Demonstranten gegen Umweltverschmutzungen durch Kreuzfahrtschiffe.

Insgesamt sorgten rund 200 Programmpunkte für beste Stimmung auf dem Wasser und an Land. Am Sonntag sollte das Fest mit der Auslaufparade der Schiffe seinen maritimen Abschluss erfahren.

dpa

12.05.2012
12.05.2012
Klaus Wallbaum 12.05.2012