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Der Norden Mann soll Siebenjährige vergewaltigt haben
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21:41 02.02.2016
Nach ersten Erkenntnissen soll der Mann das spielende Mädchen am Sonntagvormittag auf einem Schulhof angesprochen und unter einem Vorwand in seine Wohnung gelockt haben. Quelle: Lukas Schulze/dpa
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Kiel

In Kiel hat die Polizei einen 30 Jahre alten Mann festgenommen. Er soll ein siebenjähriges Mädchen verschleppt und sexuell schwer missbraucht haben. "Gegen den Mann wurde am Dienstag Haftbefehl erlassen", sagte der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler. Der Haftbefehl wegen schweren sexuellen Missbrauchs wurde sofort vollstreckt, wie die Polizei mitteilte.

Mutmaßlicher Täter schweigt

Nach ersten Erkenntnissen soll der Mann zwei spielende Mädchen am Sonntagvormittag auf einem Schulhof angesprochen und unter einem Vorwand in seine Wohnung gelockt haben. Nach Informationen der Kieler Nachrichten zeigte er ihnen eine Puppe. Eines der Mädchen folgte dem Mann nicht bis in die Wohnung. Das andere aber.

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Ein 30-Jähriger wird in Kiel verdächtigt, eine Siebenjährige verschleppt und vergewaltigt zu haben. Er soll auch noch ein zweites Kind missbraucht haben. Nun herrscht vor allem bei Müttern in dem Stadtteil Sorge.

In seiner Wohnung habe der Mann dann das siebenjährige Mädchen missbraucht, sagte Bieler. Anschließend soll der Mann sein Opfer freigelassen haben. "Er hat sich bislang nicht zur Tat eingelassen", sagte der Oberstaatsanwalt. Den Angaben zufolge handelt es sich um einen Deutschen turkmenischer Abstammung.

Polizei findet Beweismaterial

Das Mädchen habe sich seiner Mutter offenbart und Angaben zum Tatort machen können. Die Mutter informierte sofort die Polizei. Dadurch seien die Beamten bei ihren Ermittlungen schnell auf den 30-Jährigen gekommen, sagte Bieler.

Bei der rechtsmedizinischen Untersuchung des Mädchens wurden erhebliche Verletzungen festgestellt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstagnachmittag mitteilten. Die Wohnung des 30-Jährigen wurde am Montagnachmittag durchsucht.

Missbrauchte er auch Fünfjährige?

Dabei fanden Beamte Beweismaterial, das Polizei und Staatsanwaltschaft nicht näher definierten. Im Verlauf der Ermittlungen habe sich der Verdacht erhärtet, dass der Mann auch am 6. Januar die Fünfjährige in dem Kindergarten im Kieler Stadtteil Gaarden sexuell bedrängt hatte, hieß es.

Der Mann war schon Anfang Januar nach dem Missbrauch einer Fünfjährigen in einem Kieler Kindergarten ins Visier der Polizei geraten. Derzeit geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Mann auch für diese Tat verantwortlich ist.

Schuldfähigkeit wird geprüft

Er war nach der ersten Tat auch vorläufig festgenommen worden, und eine medizinische Untersuchung des Opfers habe den Verdacht sogar bestätigt. Polizei und Staatsanwalt hätten ihn aber wieder freilassen müssen, da das Opfer widersprüchliche Angaben gemacht habe, erklärte Bieler.

Die Staatsanwaltschaft hat jetzt einen Gutachter eingeschaltet, der die Schuldfähigkeit des Verdächtigen prüfen soll. „Es gibt Hinweise, die auf eine psychische Erkrankung des 30-Jährigen schließen lassen“, sagt Bieler. Sollte sich der Verdacht bestätigen, kommt der Verdächtige trotzdem nicht frei, sondern soll in einem forensischen Krankenhaus untergebracht werden.

Kritik an der Polizei

Unter Gaardener Eltern gibt es Kritik an der Polizei: Die Schule, die die Siebenjährige besucht, war erst am Dienstag von der Mutter der Erstklässlerin über die Tat informiert worden. Die Polizei wies die Kritik am Abend zurück. Behördenleiter Thomas Bauchrowitz sei "froh und stolz über die rasche Aufklärung des Falles und die gute Arbeit seiner Beamten", sagte ein Sprecher.

Von Bastian Modrow / mit dpa

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